Burma-Katze – die Menschenkatze

Die Burma-Katze bezaubert nicht nur durch ihr seidiges Fell und elegantes Aussehen. Aufgrund ihres zutraulichen, charmanten und äußerst anhänglichen Wesens gilt die Burma-Katze als „Menschenkatze“ und erfreut sich weltweit großer Beliebtheit.

Burma-Katze (Foto: Dirigentens/ Flickr)

Burma-Katze (Foto: Dirigentens/ Flickr)

Herkunft

Die Burma-Katze stammt aus dem südostasiatischen Raum – genau genommen aus dem heutigen Myanmar (dem ehemaligen Burma bis zur offiziellen Umbenennung 1985). Zur damaligen Zeit war die Burma-Katze dort noch unter dem Namen „Thong Daeng“, was so viel wie Kupferkatze oder gelehrige Schönheit heißt, bekannt. Die Burma-Katze wurde vor allen Dingen von den Tempelgelehrten als Glückskatze verehrt. Neben der Siamkatze zählt die Burma-Katze zu den ältesten orientalischen Rassen in Europa.

Nach Amerika kam diese elegante Katze durch den amerikanischen Psychiater Dr. Joseph Thompson, der sie 1930 importierte. Mit seiner Katze namens „Wong Mau“, die als Stammmutter der heutigen Burmesen gilt, begann die Züchtungsgeschichte.

Aussehen der Burmesen

Die Burma-Katze hat einen mittelgroßen eleganten Körperbau. Trotz ihrer Geschmeidigkeit und Eleganz ist der Körper äußerst muskulös und athletisch und bringt mehr Gewicht auf die Waage als man beim Anblick vermuten würde. Sie besitzt einen relativ breiten, kräftig ausgeprägten Brustkorb und lange, zartgliedrige Beine. Ihr gerader Rücken verleiht der Burma-Katze einen harmonischen Gesamteindruck.

Der Kopf der Burmesen zeichnet sich durch eine keilförmige Form aus. Kiefer und Stirn der Burma-Katze sind relativ breit und auch das Kinn ist relativ kräftig ausgebildet. Ihre Nase ist gerade und ihre Ohren sind weit gesetzt, mittelgroß mit runden Spitzen. Besonders eindrucksvoll sind die großen Augen der Burma-Katze, die in den Farben Goldgelb, Chartreuse (Farbton zwischen Gelb und Grün) und Bernstein leuchten.

Das eng anliegende Fell der Burma-Katze ist kurz und dicht, dabei aber sehr fein. Es verfügt über einen seidigen Glanz und sollte keinerlei Musterung, Smoke-Effekte oder Ticking aufweisen. Auf dem Rücken und an den Beinen ist das Fell der Burma-Katze etwas dunkler als an der Unterseite. Auch das Gesicht und die Ohren sind in der Regel dunkler. Weltweit sind 10 verschiedene Farben der Burma-Katze anerkannt. Dazu zählen: Braun, Blau, Chocolate, Lilac, Rot, Creme, Braun-Tortie, Chocolate-Tortie und Lilac-Tortie.

Die Burma-Katze ist eine Menschenkatze (Foto: Dirigentens/ Flickr)

Die Burma-Katze ist eine Menschenkatze (Foto: Dirigentens/ Flickr)

Charakter der Burma-Katze

Die Burma-Katze ist eine sehr aufgeschlossene und freundliche Katze, die den Kontakt zu Menschen sucht. Daraus resultiert auch ihr Beiname „Menschenkatze“. Sie ist anhänglich, sanftmütig und äußerst liebenswert. Ständig sucht sie den Körperkontakt zu ihren Menschen. Streicheleinheiten und Schmusestunden sind für Burmesen also nicht nur willkommen, sondern wichtig. Die Burma-Katze mag es zudem, auf den Schultern ihrer Besitzer zu sitzen oder von ihnen durch die Gegend getragen zu werden. So sehr, wie sie Zuwendung und Nähe liebt, verabscheut sie Langeweile. Sie mag nicht so gerne allein sein und braucht ständig Gesellschaft. Wenn du also viel unterwegs bist, solltest du am besten zwei Burmesen halten. Andere Vierbeiner sind aber auch gern gesehen, denn die Burma-Katze kommt mit Artgenossen genauso gut aus, wie mit Hunden. Auch mit kleinen Kindern kommt sie gut zurecht.

Die Burma-Katze zeichnet sich zudem durch ihre Intelligenz, ihre Begierde, ständig etwas zu lernen und ihren ausgeprägten Spieltrieb aus. Nicht nur, dass sie über einen starken Bewegungsdrang verfügt und gerne Spielzeug apportiert, man kann ihr sogar einige Tricks beibringen. Darüber hinaus gelten Burmesen als äußerst anpassungsfähig. Sie stellt sich also auf die Tagesabläufe ihrer Besitzer problemlos ein.

Die Burma-Katze verfügt über eine markante Stimme, die sie gern zum Einsatz bringt. Manchmal führen sie mit ihren Menschen sogar regelrechte Gespräche. Ihre Redseligkeit zeigt sie dann in sehr unterschiedlichen Tonlagen, wodurch sie ihre Stimmungen zum Ausdruck bringt. Die Stimme der Burma-Katze wird aber nicht als aufdringlich, sondern angenehm empfunden.

Pflege

Da Burmesen so anpassungsfähig und menschenbezogen sind, ist keine „besondere“ Pflege erforderlich. Im Gegenteil: Da ihr der Kontakt zu den Menschen wichtiger ist als ihr Revier, kann man die Burma-Katze sogar mit in den Urlaub nehmen. Sie lässt sich zudem problemlos als reine Wohnungskatze halten, auch wenn sie den Auslauf auf dem Balkon oder im gesicherten Garten dankend annimmt. Da die Burma-Katze aufgrund ihrer aufgeschlossenen und freundlichen Art, keine Angst vor Unbekanntem und Fremden zeigt, sollte sie jedoch nicht ungehindert Freigang bekommen. Anders verhält es sich bei reinen Freigängern von klein auf. Sie zeigen wie auch andere Katzen deutliche Zurückhaltung und Vorsicht Fremden gegenüber.

Wer eine Burma-Katze halten möchte, sollte zudem wissen, dass die Burmesen zu den langlebigsten Katzen zählen. Ein Alter von 20 Jahren ist bei ihnen keine Seltenheit. Man geht also eine jahrelange Verpflichtung ein, die mit der Zuneigung und Treue dieser Katze aber mehr als belohnt wird.

Hier gehts zu den anderen Katzenrassen.

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