Erbrechen bei Katzen: Was sind die Ursachen?

Wenn die Katze bricht, kann das ganz unterschiedliche Ursachen haben. Erbrechen bei Katzen muss aber nicht zwangsläufig ein Zeichen für eine schwere Katzenkrankheit sein. Oftmals entledigen sich Katzen nur irgendwelcher unverdaulicher Stoffe – wie ihre Haare.

Erbrechen bei Katzen (Foto: eviltomthai/ Flickr)

Erbrechen bei Katzen (Foto: eviltomthai/ Flickr)

Erbrechen bei Katzen – ein Schutzmechanismus

Für uns als Katzenbesitzer ist das Erbrechen bei Katzen natürlich besorgniserregend. Doch für Katzen es eine Art Schutzmechanismus, so wie beispielsweise auch das Niesen oder Husten. Mit ihrem hochsensiblen Brechzentrum schützen sie ihren Organismus. Das Erbrechen bei Katzen ist also eine Schutzfunktion – auf diese Weise entledigen sich Katzen irgendwelcher Schadstoffe oder wehren sich gegen Krankheitserreger. Daher ist es nicht immer ratsam diesen Reflex mit Medikamenten zu unterdrücken.

Ursachen für Erbrechen bei Katzen

Das Erbrechen bei Katzen kann verschiedene Ursachen haben. Wenn sich Katzen hin und wieder übergeben, ist das völlig normal. Aufmerksam musst du jedoch werden, wenn das Erbrechen bei Katzen mehrere Tage anhält, besonders heftig ist oder aber andere Symptome hinzukommen. Geht es deiner Katze also im Allgemeinen schlecht, ist eine ernstzunehmende Krankheit nicht auszuschließen. In diesem Fall solltest du unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Im Folgenden sollen mögliche Ursachen für das Erbrechen bei Katzen näher erläutert werden:

1. Haare und Fremdkörper

Katzen erbrechen sich relativ regelmäßig aufgrund von verschluckten Haaren. Besonders Langhaarkatzen verschlucken beim Putzen eine Vielzahl an Haaren, die dann als Haarknäuel wieder erbrochen werden. Das ist für uns als Katzenbesitzer zwar nicht unbedingt schön (vor allem wenn es um das Beseitigen des Erbrochenen geht), aber für Katzen ein völlig natürlicher Prozess. Man nennt das Ganze auch physiologisches Erbrechen bei Katzen. Wenn du deiner Katze etwas Gutes tun willst, stellst du ihr Katzengras bereit. Das Katzengras kann den Reinigungsprozess im Magen unterstützen.

Es gibt ja auch ein paar tollpatschige Kandidaten, die beim wilden Spielen ausversehen mal etwas verschlucken. Wenn sich beispielsweise übergroße Federn oder Seidenbänder in den Magen von Katzen verirrt haben und nicht ohne weiteres durch den Darm wandern können, verursachen diese Fremdkörper ein ständiges Erbrechen bei Katzen. Wenn deine Katze unablässig würgt, ohne dass sie sich erfolgreich von dem Fremdkörper entledigen kann, solltest du sofort zum Tierarzt. Meist ist eine Operation dann nicht mehr zu vermeiden.

2. Darmreizung und Darmverschluss

Das Verschlucken von Fremdkörpern kann gegebenenfalls zu einem Darmverschluss führen. Für Katzen ist dies äußerst schmerzhaft. Erkennbar ist in Darmverschluss für dich, wenn das Erbrochene deiner Katze dunkel gefärbt ist oder nach Fäkalien riecht. Dann musst du schnellstens zum Tierarzt – denn auch hier hilft nur eine Operation.

3. Wohlstands-Erbrechen bei Katzen

Das Erbrechen bei Katzen kann auch eine Folge unserer Wohlstandsgesellschaft sein – hier spricht man vom sogenannten Wohlstands-Erbrechen. Es tritt auf, wenn Katzen zu regelmäßig oder falsch (beispielsweise durch zu viel Trockenfutter) ernährt werden. Aufgrund einer Übersäuerung des Magens erbrechen sich Katzen dann ca. zwei bis drei Mal in der Woche. Das Wohlstands-Erbrechen bei Katzen ist zunächst unbedenklich. Jedoch wird durch häufiges Erbrechen die Magenschleimhaut gereizt, so dass es auf lange Sicht zu Magengeschwüren kommen kann, die sich nur operativ entfernen lassen. Daher würde ich dir raten, in Absprache mit deinem Tierarzt nach einer Lösung zu suchen. Oftmals hilf es, pro Woche ein bis zwei Fasten-Tage einzubauen oder auf natürliche Katzennahrung bzw. Selbstgekochtes umzusteigen.

Erbrechen bei Katzen: Überfressen (Foto: Pacdog/ Flickr)

Erbrechen bei Katzen: Überfressen (Foto: Pacdog/ Flickr)

4. Überfressen

Manchmal erbrechen Katzen auch einfach, weil sie sich überfressen haben. Katzen schlingen das Futter ja immer förmlich in sich hinein, wenn sie sich dann überfressen haben, kommt es nach zwei bis 30 Minuten fast unverdaut wieder heraus. Das Schlingen kannst du ein wenig mäßigen, indem du den Napf etwas erhöht (leicht unter Schnauzenhöhe) aufstellst. Des Weiteren ist es ratsam, wenn Erbrechen bei Katzen als Folge von Überfressen auftritt, die Portionen einfach etwas zu minimieren. Also mehrere kleinere Portionen am Tag füttern.

5. Futter nicht frisch

Wenn es zu Erbrechen bei Katzen kommt, solltest du zunächst die einfachsten Ursachen ausschließen können. Wenn deine Katze nur ein Mal gebrochen hat, ist es wohl völlig harmlos. Überprüfe, ob das Futter noch frisch war, das deine Katze gegessen hat. Manche Katzen reagieren auf solche Dinge äußerst sensibel.

6. Futterunverträglichkeit und Allergien

Katzen reagieren auf Katzenfutter völlig unterschiedlich. Einige vertragen eine bestimmte Marke nicht, andere wiederum eine bestimmt Sorte (wie Rindfleisch) nicht. Diese Unverträglichkeit kann sich dann auch in Form von Erbrechen bei Katzen äußern. Wenn deine Katze sonst topfit ist, einfach mal ganz andere Sorten ausprobieren – meist hilft das schon. Geht es ihr jedoch schlecht, dann bitte zum Tierarzt.

Sind Allergien die Ursachen für das Erbrechen bei Katzen, ist ein Weg zum Tierarzt unumgänglich. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um eine Futterallergie handeln. Auch Katzen können gegen alles Mögliche wie beispielsweise gegen Vogeldaunen allergisch reagieren.

7. Vergiftung

Erbrechen bei Katzen kann ebenso durch Vergiftungen ausgelöst werden. Im Haushalt lauern überall Gefahren: Putzmittel, Haarspray, Zimmerpflanzen – hier insbesondere Ficus-Arten. Besteht der Verdacht, dass sich deine Katze irgendwo vergiftet haben könnte, solltest du dringend zum Tierarzt. Sorge dann dafür, dass deine Wohnung katzensicher ist. (Weitere Details zu dem Thema erfährst du unter Vorsicht giftig)

8. Niereninsuffizienz

Ist deine Katze schon etwas älter, kann das Erbrechen auch ein Symptom für eine Nierenschwäche sein. Viele ältere Katzen leiden unter diesem Problem. Wenn deine Katze häufiger Flüssigkeit, Schleim, Galle und Schaum erbricht, solltest du sie beim Tierarzt auf Niereninsuffizienz untersuchen lassen. Aber keine Angst – Katzen können mit dieser Krankheit noch sehr lange leben.

9. Virusinfektion

Neben den meist harmlosen Ursachen, kann Erbrechen bei Katzen aber auch durch Virusinfektionen hervorgerufen werden. Besonders gefährlich ist hierbei die Katzenseuche. Wenn deine Katze nicht nur erbricht, sondern auch immer schwächer wird, taumelt und minutenlang vor dem Futternapf sitzt, ohne es anzurühren, kann es sich um die Katzenseuche handeln. Da die Krankheit nicht nur hochansteckend für Tiere ist, sondern Katzen auch Gefahr laufen, auszutrocknen, solltest du beim kleinsten Hinweis zum Tierarzt.

Erbrechen bei Katzen: Katzengras hilft (Foto: blumenbiene/ Flickr)

Erbrechen bei Katzen: Katzengras hilft (Foto: blumenbiene/ Flickr)

Erbrechen bei Katzen – was tun?

Wie bereits erläutert: Erbrechen bei Katzen kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Wichtig ist, dass du herausfindest, woran es liegt. Manchmal ist dazu der Tierarzt nötig – manchmal auch nicht. Überwache einfach den Zustand deiner Katze – sollten sich neben dem Erbrechen auch andere Symptome zeigen, ist der Weg zum Tierarzt aber unumgänglich.

Katzen mit einem empfindlichen Magen kann in jedem Fall mit Katzengras geholfen werden. Auch Malzpaste soll Linderung schaffen. Wenn es zu Erbrechen bei Katzen kommt, ist es wichtig dass sie nicht zu viel Flüssigkeit verlieren. Achte also darauf, dass deine Katze immer genügend trinkt.

Manche Katzen reagieren im Übrigen auch mit Erbrechen auf Veränderungen in ihrem Umfeld: neue Mitbewohner, Stress, Besitzer hat keine Zeit. Hier hilft sicher Zuwendung und Aufmerksamkeit.

One Response so far.

  1. Anna sagt:

    super blog hat mir sehr geholfen !!!!

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