Erstes Katzen-Café in Berlin

So sieht das perfekte Entspannungs-Rezept aus: Gemütlich einen Kaffee schlürfen, regionale Leckereien naschen und dazu ein schnurrendes Kätzchen auf dem Schoß. Solch eine Wohlfühl-Oase, die für jedermann zugänglich ist, wurde in Form eines Katzen-Cafés in Berlin nun umgesetzt.

Katzencafé Berlin
Pee Pee´s – das Katzencafé Berlin

UPDATE: 02.12.2016

Pee Pee´s Katzencafé

Ursprünglich hatte ich (siehe weiter unten) vor ein paar Jahren über die geplante Eröffnung eines ganz anderen Cafés geschrieben. Leider hat dieses Café scheinbar nie wirklich geöffnet – zumindest hat sich am Status der Webseite nichts geändert, eine Adresse gibt es auch nicht.

Katzenliebhaber kommen in Berlin dennoch auf ihre Kosten, denn glücklicherweise hat in der Zwischenzeit ein anderes Katzencafé mit dem Namen „Pee Pee´s Katzencafé“ im Bezirk Neukölln geöffnet. Andrea Kollmorgen, selbst Katzenhalterin und Samtpfotenfan, hat das Ganze auf die Beine gestellt, nachdem sie ihren Job als Sekretärin verloren hatte. Sie schuf sich damit nicht nur eine eigene Existenz, sie gab zwei Stubentigern ein Zuhause und vielen gestressten Großstädtern einen Ort der Entspannung.

Das Zuhause von Caruso & Pelle

Die Geschichte der zwei Kater Pelle und Caruso ist leider kein Einzelfall, die aber im Vergleich zu vielen anderen ein glückliches Ende nahm. So wurden die Brüder im Sommer 2013, da waren die beiden gerade mal ein halbes Jahr alt, einfach in einem Karton ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Danach landeten sie beim Katzen in Not e.V., wo man sich liebevoll um die beiden kümmerte. Bevor sie sich an das neue Heim gewöhnen konnten, nahm Andrea Kollmorgen die Kater in ihre Obhut. Ihr neues Zuhause heißt nun seither Pee Pee´s Katzencafé.

Pelle und Caruso leben dort auf rund 60 Quadratmetern, haben viele Orte zum Spielen und Schlafen und einen ganz eigenen Bereich, der für Gäste nicht zugänglich ist. Trotz ihrer anfänglich schlechten Erfahrungen mit Menschen, sind die beiden total verschmust und menschenbezogen. Sie spielen zudem gern und zeigen kaum Scheu gegenüber Fremden.
Pelle heißt im Übrigen so, weil er seinen vertrauten Menschen kaum von der Seite weicht und ihnen quasi auf die Pelle rückt. Caruso hingegen fällt durch seine wunderbare Stimme auf, der er gern zum Einsatz bringt.

Katzencafé Berlin Pee pees
Für das Wohl der Gäste und Katzen ist gleichermaßen gesorgt

Regeln im Berliner Katzencafé

Das Wohl der Katzen ist das A und O. Deshalb hat Andrea Kollmorgen auch eine Hausordnung angefertigt, an die sich alle Besucher auch halten müssen. Darin stehen dann ein paar Dos and Don’ts, wie:

  • Du darfst beobachten, streicheln und kuscheln, wenn die Katzen das wollen
  • Nicht erlaubt ist z.B. Füttern, Fotos mit Blitzlicht machen, Hochnehmen oder am Schwanz ziehen

Ämter überprüfen zudem regelmäßig, ob Hygieneregeln im Katzencafé eingehalten werden. Außerdem schaut ein Tierarzt immer wieder nach dem Rechten.
Für das Wohl der Gäste ist natürlich auch gesorgt: Die Inhaberin serviert täglich frische Kuchen und Torten sowie verschiedene Katerfrühstücke. Wer es herzhafter mag, kann sich über Quiche und Flammkuchen freuen.

Wo du Pee Pee´s Katzencafé findest

Na, Lust auf einen verschnurrten Kaffeeklatsch bekommen? Dann nichts wie los, du findest Pelle und Caruso hier:

  • Thomasstr. 53, 12053 Berlin

Und im Netz findest du die Miezen hier: http://peepeeskatzencafe.de/
Wenn du mal dort warst, freue ich mich über Erfahrungsberichte.

Katzencafé Berlin Kuscheln
Entspannung pur: So kuschelig kann es im Katzencafé sein

 

Ursprünglicher Artikel vom 03.07.2013

Die Idee des Katzen-Cafés

Ein gemütliches Café und mitten drin ganz viele liebe, verschmuste Samtpfoten. Es ist ein innovatives und wirklich wundervolles Konzept. Ein Café, in dem sich Mensch und Katze zuhause fühlen können. Das „Café Felidae“ soll ein Mix aus „Kunst-Galerie, Tages-Café, Entspannungs-Oase und Katzen-Wohngemeinschaft“ werden, wie die beiden Gründerinnen auf ihrer Webseite schreiben. Hinter der Idee stecken die zwei Frauen Nini Gollong, internationale Designerin und Installations-Künstlerin und Jana Brinkmann, gelernte Grafikerin und Tiertherapeutin – und beide natürlich Katzenliebhaberinnen.

Anziehen soll das Katzen-Café die Berliner Künstlerszene, Senioren, Menschen, die sich nach Ruhe sehnen und natürlich alle, die ein Herz für Katzen haben. Jeder, der Katzen mag, selbst aber keine halten kann, hat im Katzen-Café die Chance, mit ihnen zu kuscheln und zu spielen. So kann jeder von der positiven Energie und Ruhe, die Katzen bekanntermaßen ausstrahlen, profitieren.

Woher kommen die Katzen?

Das Wort „Felidae“ stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Familie der Katzen“. Die Gründerinnen sehen in dem Projekt einen ganz besonderen Ort für Mensch und Katze gleichermaßen. Katzen, die kein Zuhause haben, sollen eines mit dem Katzen-Café bekommen. Deshalb werden alle Katzen des „Cafés Felidae“ aus Tierheimen stammen. In Ausnahmefällen ist es Katzenbesitzern auch möglich, ihre Lieblinge dort abzugeben. Beispielsweise wenn Senioren in eine Pflegeheim umziehen, können sie ihre Katzen im Katzen-Café unterbringen. So haben sie immer die Möglichkeit, ihre Samtpfoten zu besuchen, die Beziehung aufrecht zu erhalten und ganz nebenbei neue Kontakte zu Menschen und Katzen zu knüpfen.

Die Katzen haben Priorität

Für das Wohl der Katzen wird in jedem Fall gesorgt sein. So bietet das Katzen-Café vielfältige Räumlichkeiten, wie einen separaten Raum für die Katzentoiletten oder den angeschlossenen Garten für den Freigang. Der gesundheitliche Aspekt der Katzen wird durch die enge Zusammenarbeit mit den Tierheimen und Tierärzten sichergestellt. Besonders wichtig ist den Initiatorinnen aber, dass die Tiere mit Respekt behandelt werden. Spielen und Kuscheln sind erlaubt – aber eben nur mit beidseitigem Interesse. Damit im Umgang auch alles glatt geht, haben sie ein paar Regeln wie z.B. nicht füttern, nicht mit Blitz fotografieren oder nicht ärgern, aufgestellt.

Ein weltweiter Trend

Im Übrigen kommt das Konzept aus Taiwan und ist dann in Japan adaptiert worden. In Tokio ist das Katzen-Café bereits der absolute Renner. Die Japaner zahlen sogar Eintritt, um mit den Katzen ausgelassen schmusen und spielen zu können. So ein Trend geht natürlich nicht an Europa vorbei. Bereits Wien, London, Augsburg und Bayreuth haben ein Katzen-Café eröffnet. Und nun ist endlich Berlin dran. Der Ort des Katzen-Cafés ist noch strengstens geheim. Aber sobald es eröffnet ist, werde ich mir das „Café Felidae“ näher anschauen. Der Bericht zu meinen Schmuse- und Spielerfahrungen im Katzen-Café folgen.

UPDATE Dezember 2014:

Leider hat sich bisher in Sachen Eröffnung nichts getan. Auch die Webseite des „Café Felidae“ ist noch immer auf dem gleichen Stand wie vor über einem Jahr. Es scheint, als hätte das Café gar nicht erst eröffnet. Zumindest ist keine Adresse auf der Seite oder sonstwo zu finden. Weiß zufällig von euch jemand mehr über den Status des Katzencafés?

2 thoughts on “Erstes Katzen-Café in Berlin

  • 18. Mai 2014 at 13:54
    Permalink

    leider ist nirgendwo eine Adresse zu finden, wo sich das Cafe Felidae befindet und bei Facebook ist die Seite geblockt

    Reply

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