Haarausfall bei Katzen: Ursachen und Behandlung

Dass Katzen mal mehr und mal weniger haaren, ist ganz normal. Allein durch den Jahreszeitenwechsel, findet ein ganz natürlicher Haarausfall bei Katzen statt. Wann es unnormal wird, hier weiterlesen!

Haarausfall bei Katzen
Glänzendes Fell (Foto: kiezematze)

„Normaler“ Haarausfall bei Katzen

Katzenbesitzer kennen das zu gut: Überall in den Ecken der Wohnung, auf Sitzmöbeln und natürlich Klamotten wimmelt es nur so von Katzenhaaren. Das ist nicht immer lustig – aber völlig normal. Allein der Wechsel von Winter- zu Sommerfell sorgt für beträchtlichen Haarverlust, um den Wärmehaushalt der Katze zu regulieren. So lange das Fell der Katze allerdings gesund aussieht, kann man davon ausgehen, dass es der Katze auch gut geht. So kann das Fell durchaus als Spiegel des Wohlbefindens angesehen werden. Ist es weich, flauschig, glänzend und gleichmäßig dicht gewachsen, müssen sich Katzenbesitzer keine Sorgen machen.

Vermehrter Haarausfall: unterschiedliche Ursachen

Verändert sich allerdings das Haarkleid ins Negative, sollte man den Ursachen auf den Grund gehen. Alarmierend ist unter anderem, wenn das Fell stumpf oder schütter wird und sich kahle Stellen zeigen. Diese Anzeichen müssen noch längst kein Indiz für ernsthafte Krankheiten sein, aber für eine sichere Diagnose ist in jedem Fall der Tierarzt nötig.

Manchmal sind kahle Stellen im Fell auch Nachwehen, beispielsweise ein bis drei Monate nachdem eine Katze trächtig war. Des Weiteren kann Haarausfall bei Katzen auch eine Folge von überwundenen schweren Erkrankungen oder Operationen sein.

Stress als Auslöser

Einige Katzen sind überaus sensibel, wenn es um Veränderungen in ihrem Umfeld geht. Ein Umzug, neue Bezugspersonen oder vielleicht ein neuer Katzengefährte können bei dem einen oder anderen Stress erzeugen. Einige reagieren bei Stress mit einer Putzmanie, die sich dann als Haarausfall bei Katzen äußert. So können Katzen mit ihrer rauen Zunge ihre Haare durch unentwegtes Putzen regelrecht abrasieren, andere neigen dazu ganze Haarbüschel auszureißen. In diesem Fall sollte man alles daran setzen, den Stresspegel beim kleinen Stubentiger zu minimieren. Unter Umständen kann bei einer so genannten psychogenen Alopezie ein Verhaltenstherapeut helfen.

Mangelerscheinungen und Allergien

Auch Katzen können wie Menschen unter Allergien leiden. Neben Unverträglichkeiten gegen bestimmte Bestandteile des Futters kann auch die verbreitete Flohspeichelallergie Ursache des Fellverlustes sein. So kann mit der Unverträglichkeit ein Juckreiz einhergehen, der dann wiederum zum ständigen Putzen und Kratzen führt. Einige Tiere reagieren aber direkt mit Haarausfall oder beispielsweise Durchfall. In jedem Fall sollte der Tierarzt aufgesucht werden, um die Unverträglichkeit oder Mangelerscheinung aufzuspüren.

Pilzerkrankungen bei der Katze

Rührt der Haarausfall bei Katzen von einem Hautpilz, ist eine Behandlung unabwendbar. Zum einen können sich auch andere Katzen und Tiere im Haushalt infizieren, zum anderen können sie auch den Menschen befallen. Hautpilze lassen sich daran erkennen, dass sie ovale oder runde kahle Stellen verursachen. Der Pilz lebt von den Haaren, die dann abbrechen, und von den oberen Hautschichten. Die Haut der Katze sieht entzündet aus, glücklicherweise juckt sie in den meisten Fällen aber nicht.

Die Behandlung von Pilzerkrankungen ist langwierig und muss – egal ob Anzeichen vorhanden oder nicht – an allen Katzen des Haushaltes durchgeführt werden. Somit vermeidet man ein ständiges gegenseitiges Anstecken. Der Pilz kann mit Tinkturen, Salben und kortisonhaltigen Medikamenten beseitigt werden. Der Tierarzt entscheidet, welche Variante am besten geeignet ist.

Hinweis: Kommt es häufiger zu diesen Hautpilzen, sollte nach den Ursachen geforscht werden. Denn in der Regel hängt diese Infektion mit Mängeln im Hormonhaushalt zusammen. Oft führt eine Überfunktion der Schilddrüse zu innerer Unruhe, die die Tiere mit ständigem Putzen zu kompensieren versuchen.

Haarausfall durch Parasiten

Auch Parasiten können die Ursache für Haarausfall bei Katzen sein. Davon betroffen sind in der Regel aber Freigänger, die dann Milben oder Flöhe mit nach Hause bringen. Katzenbesitzer müssen sich aber keine Sorgen machen, dass es sich hierbei um mangelnde Hygiene handelt. Die Tiere waren womöglich einfach mit Hunden oder anderen Kleintieren zusammen. Es kann auch sein, dass man selbst die Flöhe durch Heu oder Stroh eingeschleppt hat. Es gibt aber eine Vielzahl an Mitteln, mit denen man diese lästigen Tierchen auch wieder loswerden kann. Weiterführende Informationen findet man in dem Artikel Katzenflöhe – vorbeugen und richtig behandeln.

Kann man Haarausfall vorbeugen?

Da Katzen in der Regel still und leise für sich allein leiden und dem Katzenbesitzer erst sehr spät zeigen, dass etwas mit ihnen nicht stimmt, liegt die Verantwortung beim Tierhalter. Das heißt, die Fürsorge sollte über das tägliche Füttern und Säubern des Katzenklos hinausgehen. Wichtig ist, immer die Augen offen zu halten. Wer regelmäßig mit seinen Stubentigern kuschelt oder spielt, wird von ganz allein Unregelmäßigkeiten feststellen können.

Haarausfall bei Katzen Bürste
Regelmäßiges Bürsten als Kontrolle (Foto: kiezematze)

Um Haarausfall bei Katzen vorbeugen zu können, sollte man einerseits das Fell regelmäßig kontrollieren. Das kann bei der täglichen Kuschel-Ration stattfinden oder aber beim Bürsten. Das ist sowieso eine ganz gute Sache, da man auf diese Weise seinen Tiger gerade beim Fellwechsel unterstützen kann. Haare landen in der Bürste statt im Magen des Tieres.

Des Weiteren können durch eine ausgewogene Fütterung und fürsorgliche Pflege Mangelerscheinungen und Hautkrankheiten vorgebeugt werden.

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