iPhone schaut sich das Fallen bei Katzen ab

Katzen sind Meister, wenn es um das Fallen aus großer Höhe geht. Grund dafür ist, dass es ihnen gelingt, sich in der Luft zu drehen und auf den Pfoten zu landen. Dieses Vermögen hat sich nun Apple bei Katzen abgeschaut. Zukünftig sollen das iPhone fallen wie Katzen – und damit nicht mehr kaputt gehen.

iPhone schaut sich Fallen bei Katzen ab

Katzen landen beim Fall auf den Pfoten (Foto: worak/ Flickr)

In einem jüngst veröffentlichten Patentantrag erklärt der Konzern Apple eine Methode, die iPhones zukünftig bei Stürzen vor Schäden schützen sollen. Die Idee ist: Das iPhone soll während des Sturzes seine Lage so verändern, dass es eben nicht – wie sonst – auf dem Display landet. Ziel ist es also, dass sich das Smartphone so dreht, dass es dann auf seinen robusten Kanten aufkommt und damit heil bleibt. Für diesen Prozess haben die Ingenieure von Apple ganz klar unsere kleinen Stubentiger als Vorbild genommen.

Realisiert wird das Ganze vermutlich mit beweglichen Gewichten. Beim Sturz würden diese dann ihre Position im iPhone verändern und damit die Lage des Telefons beeinflussen. Ebenfalls vorstellbar sind kleine Gasdüsen, die Einfluss auf die Position des iPhones beim Fallen nehmen. Das iPhone würde dann überall kleine Öffnungen vorweisen, die im Fall eines Sturzes Gas ausblasen und so einen Rückstoß erzeugen.
Aber wie funktioniert das richtige Landen eigentlich bei Katzen?

Katzen landen immer auf den Pfoten

Diese Formel entspricht tatsächlich der Realität. Katzen landen beim Sprung oder Sturz aus großer Höhe oft auf den Pfoten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sie genügend Zeit haben, ihre Position während des Falles zu ändern. Man sagt, bei einer größeren Höhe, etwa ab dem 7. Stockwerk, kommen Katzen unverletzt auf dem Boden auf. Kleinere Höhen sind für Katzen gefährlicher, da ihnen oftmals nicht genug Zeit bleibt, die Körperdrehung vorzunehmen.

Das Phänomen des Drehens in der Luft ist ja physikalisch eigentlich unmöglich: Denn das Drehmoment ist zu Beginn gleich Null. Die Katze kann sich also eigentlich nicht gegen die Luft abstoßen. Dennoch gelingt es Katzen, sich in der Luft zu drehen. Aber wie?

Katze dreht sich in der Luft

Der Physiologe Étienne Jules Marey, der sich intensiv mit Körperbewegungen bei Menschen und Tieren befasste, konnte das Rätsel der Katze lösen. Er filmte Katzen beim Fall und fand heraus, dass die Bewegungen in zwei Phasen ablaufen. Zunächst dreht die Katze den vorderen Körperteil gegen den Boden, dann den hinteren. Dabei wechselt sie ihre Beinstellung, die es ihr ermöglicht, die beiden Körperteile voneinander abzustoßen. Ähnlich wie bei Eiskunstläufern, die während einer Pirouette zum schnellen Drehen ihre Arme an den Körper anlegen und beim langsamen Drehen von sich strecken. Dieses Prinzip führt auch die Katze durch. Sie zieht die vorderen Pfoten an und streckt die hinteren aus. Auf diese Weise dreht sie den vorderen Teil ihres Körpers Richtung Boden und der hintere Teil stellt mithilfe der ausgestreckten Pfoten einen Widerstand dar. Den hinteren Teil bringt sie durch die entgegengesetzte Bewegung der Pfoten in Position.

Körperbau der Katze von Vorteil

Dass Katzen immer sanft auf den Pfoten landen, wird zudem durch ihren Körperbau begünstigt. So verfügt die Katze über eine flexible Wirbelsäule, gepolsterte Pfoten und dehnbare Gelenke. Darüber hinaus besitzt das Katzenskelett eine nahezu perfekte Federung. Diese Voraussetzungen ermöglichen der Katze die Aufprallenergie beim Fall zu absorbieren.

Ob es Apple mit dem iPhone gelingt, den sanften Fall, wie er für Katzen charakteristisch ist, umzusetzen, wird sich in naher Zukunft zeigen. Zumindest haben sich die Ingenieure das richtige Vorbild ausgesucht.

One Response so far.

  1. Davina Schallina sagt:

    Cole sachen die sieh da machen !

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