Katzen Check: Reif für die Katze?

Katzen sind unglaublich niedlich und verschmust – vor allem kleine Katzenbabys. Dass beim Anblick kleiner Miezekatzen der Wunsch aufkeimt, selbst eine Katze haben zu wollen, ist dabei mehr als verständlich. Dennoch sollte das Anschaffen einer Katze gut überlegt sein. Du kaufst schließlich kein Sofa oder Plüschtier. Eine Katze halten, heißt auch Verantwortung übernehmen, denn das Tier ist von dir abhängig und wird es sein Lebtag immer sein. Der Katzen Check soll klären, ob du auch wirklich bereit für eine Katze bist. Solltest du die folgenden Fragen guten Gewissens mit „JA“ beantworten können, dann willkommen im Leben der Schmusetiger.

Katzen Check
Katzen Check – Bist du wirklich reif für die Katze?

1. Das Wichtigste am Katzen Check: Würdest du 15 – 20 Jahre für eine Katze sorgen?

Ja, du hast richtig gelesen, Katzen werden im Durchschnitt 15 Jahre alt. Viele leben bei guter Gesundheit sogar noch einige Jahre länger. Mit einer Katze gehst du also eine langfristige Verantwortung ein. Bist du bereit, einen kleinen Mitbewohner aufzunehmen, um den du dich viele Jahre kümmern musst? Wenn ja, kannst du dir die nächsten neun Punkte vom  Katzen Check anschauen.

2. Kannst du die nötigen Kosten tragen?

Der finanzielle Aspekt ist bei der Anschaffung eine Katze nicht ganz unerheblich. So kommen zum einen Kosten für die Erstausstattung (Futternapf, Katzenklo, Kratzbaum, Spielzeug usw.) auf dich zu. Da solltest du mit mindestens 70 Euro (nach oben sind keine Grenzen gesetzt) rechnen. Zum anderen hast du laufende Kosten für Futter und Katzenstreu. Je nach Sorte des Futters benötigst du dafür rund 30 Euro monatlich. Nicht zu vergessen sind dann noch die regelmäßigen Tierarztbesuche (Impfungen und Wurmkuren). Sollte die Katze jedoch irgendwann ernsthaft krank sein (was man natürlich nicht hofft) können die Tierarztkosten in schwindelerregende Höhe schnellen.

Katzen Check Kosten
Hast du alle Kosten, die eine Katze mit sich bringt, bedacht?

3. Hast du genügend Zeit?

Eine Katze halten, heißt nicht nur füttern und Katzenklo reinigen. Eine Katze braucht auch Zuwendung, Streicheleinheiten und jemanden, mit dem sie spielen kann. Katzen können sich zwar lange allein beschäftigen, aber in einer leeren Wohnung würden sie vereinsamen. Wenn du eigentlich ständig unterwegs bist und du nur zum Schlafen nach Hause kommst, solltest du vielleicht lieber Fische halten.

4. Findest du kleine Katzen einfach nur niedlich?

Diese Frage solltest du dir ernsthaft stellen. Katzen bleiben nicht immer kleine Wollknäuel. Sie werden groß, alt und haben vielleicht irgendwann hier und da kleine Gebrechen. Wirst du auch dann für deine Katze da sein, wenn sie vielleicht nicht mehr schön und knuffig ist? Denn genau dann braucht die Katze ganz besonders deine Pflege und Aufmerksamkeit.

5. Reif für die Katze heißt, kannst du über Katzenspuren hinwegsehen?

Katzen hinterlassen Spuren, dessen solltest du dir bewusst sein. Das fängt bei den Katzenhaaren an. Diese findest du überall – auf der Couch, auf deinem Lieblingspullover, im Waschbecken, einfach überall (Die Stärke des Haarens ist natürlich auch von der Rasse abhängig). Vor allem beim Fellwechsel im Frühjahr und Herbst haaren Katzen besonders stark. Macht es dir nichts aus, vielleicht öfter den Staubsauger zu schwingen oder zur Fusselrolle zu greifen?

Katzen Check Kratzer
Kannst du damit leben, wenn Möbel, Teppiche und Wände zerkratzt werden?

Darüber hinaus lieben es Katzen, ihre Krallen zu schärfen. Selbst wenn du mit Kratzbäumen usw. ausgestattet bist, greifen Katzen trotzdem gerne mal nach der Tapete, einem Schrank oder dem Sessel. Kannst du damit leben, dass dein Mobiliar womöglich einige Kratzer oder Gebrauchsspuren davonträgt? Wenn dir eine perfekte und tadellose Wohnung wichtiger ist, solltest du auf eine Katze verzichten. An dieser Stelle kannst du den Katzen Check ruhig abbrechen.

Beim Tollen oder Spielen kann hier und da auch mal etwas zu Bruch gehen, das gehört zu dem aufregenden Leben mit einer Katze einfach dazu. Wenn die Katze dann auch noch etwas trottelig und tollpatschig ist, so wie mein Kater, kommt es schon mal vor, dass im Eifer des Gefechts ein Glas umgeschüttet oder eine Schüssel runter geschmissen wird. Auch ich habe anfangs nicht gleich alles total locker weggesteckt. Natürlich war ich wütend, wenn Dinge, an denen man hängt, kaputt gegangen sind. Aber 1. kann ich dem kleinen Tiger nicht lange böse sein und 2. gewöhnt man sich einfach daran :-) Heute lache ich darüber – das ist einfach besser für uns beide. Wenn auch du über etwas Chaos lachen kannst, passt ein kleiner Wirbelwind zu dir.

6. Suchst du nach einem gehorsamen Tier?

Dann solltest nach diesem Katzen Check gleich mal einen Hunde Check machen. Die Katze ist zwar lernfähig und mit viel Geduld kann man ihr einiges anerziehen, aber sie behält ihren eigenen Kopf. Sie lässt sich nicht dressieren wie ein Hund. Wenn du aber ein Tier möchtest, das sofort springt, wenn du rufst, passt vielleicht ein Hund besser zu dir.

7. Bist du besonders geruchsempfindlich?

Auch dann solltest du überlegen, ob du für eine Katze immer da sein könntest. Das regelmäßige Säubern des Katzenklos gehört nämlich dann genauso zu deinen Aufgaben, wie Erbrochenes wegzuwischen. Auch das Katzenfutter duftet nicht gerade nach Rosen.

Katzen Check Geruch
Wie geruchsempfindlich bist du?

8. Hast du eine Katzenhaarallergie?

Reif für die Katze bedeutet auch – macht dein Körper das überhaupt mit. Bevor du dir eine Katze nach Hause holst, solltest du daher sicherstellen, dass weder du noch einer der Mitbewohner allergisch ist. Das lässt sich leicht beim Hautarzt mit einem Allergietest feststellen.

9. Hast du die Zustimmung aller Mitbewohner?

Damit sich die Katze auch richtig wohl fühlen kann, sollte sie von allen Mitbewohnern akzeptiert und respektiert werden. Kläre im Vorfeld ab, ob auch alle mit einer Katze einverstanden sind.

10. Darfst du eine Katze in der Wohnung halten?

Auch der offizielle Teil gehört zum ersten Katzen Check dazu. Neben der Erlaubnis deiner Mitbewohner, solltest du vor allem auch die deines Vermieters haben. Oftmals ist im Mietvertrag verankert, ob Kleintiere (und Katzen zählen dazu) gestattet sind. In den meisten Fällen stellt das kein Problem dar. Dennoch würde ich mich persönlich bei dem Vermieter absichern – dann gibt es am Ende keine bösen Überraschungen.

Wenn du nun einige Fragen mit „Nein“ beantwortet hast, solltest du besser von der Anschaffung einer Katze Abstand nehmen. Konntest du alle Fragen hingegen mit „Ja“ beantworten, dann kannst du dich auf ein spannendes Leben mit deinem Stubentiger freuen. Aber Vorsicht: Einmal Katze, immer Katze :-)

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *