Katzenflöhe – vorbeugen und richtig behandeln

Sie sind winzig klein, aber unheimlich lästig: Katzenflöhe. Aber Flöhe bei Katzen sind kein Grund, sich zu schämen, denn sie sind keinesfalls ein Zeichen für schlechte Hygiene. Die kleinen Quälgeister stellen in den meisten Fällen zwar keine ernsthafte Gefahr für die Katze dar, aber ihre Bekämpfung ist äußerst mühsam. Daher lieber vorsorgen!

Katzenflöhe - wenn sich die Katze kratzt (Foto: simon_music/ Flickr)
Katzenflöhe – wenn sich die Katze kratzt (Foto: simon_music/ Flickr)

Katzenflöhe – wenn sich die Katze kratzt

Fast jede fünfte Katze wird von Katzenflöhen heimgesucht. Kein Grund also, im Erdboden zu versinken, wenn auch deine Katze mal Katzenflöhe hat. Das kann im reinlichsten Haushalt vorkommen. Besonders häufig werden Katzenflöhe aber von Freigängern ins Haus gebracht.

Katzenflöhe sind in der Regel ungefährlich – dafür sind sie aber wahnsinnig lästig und für Katze und Mensch unangenehm. Sie kratzen und lösen starken Juckreiz aus. Die kleinen Blutsauger stechen ihre Opfer und injizieren ihnen ihren Speichel, der die Blutgerinnung verhindert. Die Stiche können aber auch Hautentzündungen und allergische Reaktionen bei der Katze auslösen. In diesem Fall entstehen Hautentzündungen mit Krusten und Schuppen meist in den Bereichen der Hinterbeine und des Rückens. Der Speichel der Katzenflöhe kann darüber hinaus Krankheitserreger enthalten, die dann auf die Katze übertragen werden. Oft handelt es sich hierbei um Bandwürmer.

Vorbeugen von Katzenflöhen

Damit man sich erst gar nicht mit dieser Plage rumärgern muss, sollte man Katzenflöhen vorbeugen. Dafür gibt es hilfreiche und effektive Mittel. Eines der wichtigsten Maßnahmen ist jedoch die regelmäßige Kontrolle der Katze. Mit einem Flohkamm lassen sich Katzenflöhe nämlich schnell entlarven. Am besten kontrollierst du das Fell deiner Katze einmal die Woche. Neben der Kontrolle solltest du – vor allem wenn deine Katze Freigänger ist – mit Anti-Floh-Mitteln vorbeugen.

Eines der sichersten Mittel gegen Katzenflöhe sind Tabletten, die der Katze einmal monatlich über einen Zeitraum von einem halben Jahr verabreicht werden. Diese Tabletten hemmen die Entwicklung vom Ei zum erwachsenen Floh und sind daher ein geeignetes Mittel zur Vorbeugung. Ebenfalls effektiv sind Fraßgifte in Form von sogenannten Spot-on-Präparaten. Du träufelst davon ein paar Tropfen in den Nacken der Katze (dort kann es nicht abgeleckt werden), so dass es über die Haut in das Blut der Katze gelangt. Der Floh würde den Wirkstoff beim Blutsaugen aufnehmen und daran verenden. Ein weiteres Mittel gegen Katzenflöhe sind Ungezieferhalsbänder. Diese sind jedoch nicht immer so wirksam und nicht ganz ungefährlich für die Katze. Zum einen besteht die Gefahr, dass sie sich stranguliert und zum anderen sind sie gesundheitsschädigend – im Übrigen auch für Menschen.

Lass dich in jedem Fall noch einmal von deinem Tierarzt beraten, welches er für das sicherste Mittel gegen Katzenflöhe hält. Er kann dir sicher auch gezielt Produkte empfehlen.

Katzenflöhe: Kratzen ist ein erstes Anzeichen (Foto: Dr Stephen Dann/ Flickr)
Katzenflöhe: Kratzen ist ein erstes Anzeichen (Foto: Dr Stephen Dann/ Flickr)

Wie erkenne ich Katzenflöhe?

Ein erstes Anzeichen, dass deine Katze Flöhe haben könnte, ist, dass sie sich häufig kratzt. Dann solltest du misstrauisch werden. Doch ein zuverlässiges Indiz ist das noch nicht. Den Beweis für Katzenflöhe liefert erst, wie bereits angedeutet, der Test mit dem Flohkamm. Du kämmst deine Katze einfach an mehreren Stellen und klopfst den Flohkamm anschließend auf einem weißen, feuchten Papiertuch aus. Färbt sich das Tuch rostbraun, so handelt es sich um Katzenflöhe. Was du dann siehst, ist das unverdaute Blut (Kot der Flöhe), welches im Fell der Katze hinterlassen wurde.

Dieses frühzeitige Erkennen ist sehr wichtig, denn Katzenflöhe vermehren sich explosionsartig. Die kleinen ein bis drei Millimeter großen, flügellosen Insekten legen 20 bis 30 Eier am Tag. Außerdem sind Flöhe hervorragende Springer. Sprünge von bis zu 1,5 Metern sind für sie kein Problem. Gern befallen sie dann auch Menschen. Wenn deine Katze erst einmal Katzenflöhe mit nach Hause gebracht hat – verteilen sie sich dort überall. Denn im Schnitt bleiben nur fünf Prozent der Tiere auf dem Wirt, der Rest der Blutsauger macht es sich in der Wohnung oder eben dann auf anderen Mitbewohnern bequem.

Katzenflöhe bekämpfen

Wenn du Katzenflöhe bei deiner Katze festgestellt hast, geht es nun darum, diese Krabbeltiere effektiv zu bekämpfen. Dabei ist es besonders wichtig, dass du nicht nur die Katze selbst von den Katzenflöhen befreist, sondern das gesamte Umfeld in dem sich deine Katze bewegt– also auch die Wohnung.

Eine Maßnahme zur Beseitigung von Katzenflöhen ist das Saugen. Bearbeite ordentlich alle Ecken, Ritzen und vor allem alle Teppiche. Der Staubsaugerbeutel sollte danach unbedingt entsorgt werden. Dann solltest du dir alle Textilien vornehmen, die deine Katze benutzt. Decken, Kissen und Schlafplätze sollten (wenn möglich) in der Waschmaschine landen und bei möglichst hohen Temperaturen gewaschen werden. Wenn du einen Trockner hast, verwende auch diesen – so machst du den Parasiten den Garaus. Ein sicheres Mittel gegen Katzenflöhe in der Wohnung soll auch der Dampfstrahler sein. Wenn du also zufällig solch ein Gerät besitzt, dann bringe es zum Einsatz. Aber wie gesagt – Waschmaschine und Staubsauger tun es auch. Textilien, die du nicht in die Waschmaschine bekommst, wie Teppiche oder Couch, solltest du nach dem Absaugen sorgfältig einshamoonieren (oder mit dem Dampfreiniger behandeln).

Ich empfehle dir, diesen Reinigungsprozess regelmäßig zu wiederholen, um nicht irgendwo einen Floh zu vergessen. Denn beim einmaligen Anwenden wirst du die Plage nicht los. Erst das ständige Wiederholen kann dich und deine Katze Stück für Stück von Katzenflöhen befreien. Besonders Flohlarven werden vom Staubsauger häufig nicht erfasst. Das liegt daran, dass sie kleine Borsten besitzen, mit denen sie sich förmlich am Teppich festklammern. In jedem Fall solltest du das Prozedere drei Wochen lang durchhalten und auch nach drei Wochen noch einmal wiederholen. So lange dauert nämlich der Flohzyklus von dem Ei zum erwachsenen Floh.

Deiner Katze selbst wirst du in Absprache mit dem Tierarzt ein entsprechendes Anti-Floh-Mittel verabreichen. Da gibt es beispielsweise Kontaktgifte, Entwicklungshemmer (wie die oben genannten Tabletten) oder Fraßgifte (Spot-on-Präparate). Im Übrigen wird die Wirksamkeit von rein natürlichen Mitteln gegen Katzenflöhe von Tierärzten bezweifelt. „Über natürliche Mittel lachen die Flöhe“, erklärt Dr. Imke Rieksmeier auf Tier.TV. Die Behandlung mit chemischen Mitteln ist also am effektivsten. Dennoch solltest du bei diesen Mitteln unbedingt darauf achten, dass sie speziell für Katzen sind. Flohmittel, die für Hunde vorgesehen sind, haben ganz andere Dosierungen und können bei Katzen zum Tod führen. Tierärzte, wie Dr. Heidi Kübler auf Tier.TV, warnen zudem davor, ätherische Öle gegen Katzenflöhe anzuwenden. Denn Öle, wie Teebaumöl sind giftig für Katzen.

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