Katzenfutter – ein Geschäft mit unlauteren Mitteln

Mit Haustieren kann man richtig gut Geld machen. Nicht umsonst steht schon in jedem Supermarkt Tiernahrung für Hund und Katze bereit. Doch große Unternehmen wollen ihren Umsatz immer weiter steigern – dafür wird Hunde- und Katzenfutter nicht nur mit hungeranregenden Stoffen versetzt, auch Tierversuche sind an der Tagesordnung.

Auf der Seite Netzfrauen.org bin ich auf einen interessanten Artikel zum Geschäft mit Tierfutter gestoßen (hier geht´s zum Artikel). Der Beitrag beleuchtet bis ins kleinste Detail welche Unternehmen mit welchen Produkten das große Geschäft machen, warum das so ist und welche Mittel sie dafür einsetzen.

Das große Geschäft mit dem Katzenfutter

Das große Geschäft mit dem Katzenfutter

Katze und Co. kurbeln die Wirtschaft an

Deutlich wird, mit Hunde- und Katzenfutter kann man richtig Geld machen. Vor allem Firmen wie Mars und Nestlé, die eigentlich Produkte für uns produzieren, sind in den Markt der Tiernahrung eingestiegen, um das große Geld zu machen. Zu Mars gehören beispielsweise Produkte wie Kitekat, Whiskas, Sheba und Pedigree. Nestlé hingegen bringt Marken wie Gourmet, Felix und Purina an die Katze. Im wirtschaftlichen Jargon spricht man diesbezüglich von Katzen als „Trendtiere mit Umsatzwachstum“.

Marktforscher erklären das so: Die Katze ist eine Art „Kuschel-Katalysator, der die natürliche Überlebenskunst symbolisiert, mit der man sich als Katzenbesitzer gewissermaßen selbst ausrüsten und gegen härter werdende Zeiten wappnen kann“. Katzen sind in Deutschland das beliebteste Haustier – erst danach kommt der Hund. Dass sich in den letzten Jahren Katzen zu vollwertigen Familienmitgliedern entwickelt haben, können wir als Katzenbesitzer wohl bestätigen.

In dem Artikel wird wild mit unzähligen Zahlen und Fakten um sich geworfen. Spannend ist aber tatsächlich, dass der Bereich Tierfutter, Bedarfsartikel und Dienstleistungen für Haustiere ein globaler und robuster Wachstumsmarkt ist. In Deutschland tragen Haustiere entschieden zum Bruttoinlandsprodukt bei. Allein im Jahre 2011 wurden Umsätze von 3,78 Milliarden Euro nur mit Haustierfutter gemacht. Fressnapf ist in Deutschland die größte Kette für Heimtierbedarf. Im vergangenen Jahr haben sie Rekordumsätze verbucht: Fast eine Milliarde Euro. Das ist ein Anstieg von sechs Prozent zum Vorjahr.

Was ist eigentlich drin im Hunde- und Katzenfutter?

Zum Verständnis: In Deutschland gibt es eine Einteilung von Abfällen in 3 Kategorien. Die dritte Kategorie, die für Tierfutter verwendet werden darf, enthält Schlachtkörperteile. Dazu zählen dann Körperteile wie Knochen, Fette und Schwarten. Das klingt noch relativ harmlos. Verwendet werden aber auch Teile wie Häute, Hörner, Hufen, Pelze, Haare, Schweineborsten, Federn und Eierschalen. Da vergeht mir ehrlich gesagt schon der Appetit.

Weil der Weg bis in den Supermarkt relativ lang ist und die Körperteile nicht verderben sollen, werden sie mit Chemikalien bearbeitet – ganz legal. Der Weg sieht dann wie folgt aus: Die Schlachtabfälle kommen in die Tierfutterbeseitigungsanlage, dann in die Tierfutterfabrik und zum Schluss in den Supermarkt. Wenn das zukünftige Tierfutter dann für den Supermarkt aufbereitet wird, kommen unzählige Zusatzstoffe zum Einsatz. Zugelassen sind u.a. Farbstoffe, Aromen, Geschmacksverstärker, Enzyme, Vitamine, Konservierungsstoffe, Bindemittel, Fließhilfsstoffe, Gerinnungshilfsstoffe, Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickung- und Geliermittel sowie Säureregulatoren. Die Liste lässt sich endlos fortführen, denn über 200 Stoffe sind zugelassen. Sogar Medikamente, Zitronensäure oder das sogenannte Erdgasschnitzel (wird aus Erdgas gewonnen) wird eingesetzt. Diese ganzen Stoffe werden als Geschmacksverstärker verwendet. Das Problem an der Sache ist: Die Zutaten müssen auf dem Etikett der Tiernahrung nicht vermerkt werden.

Hungeranregende Mittel im Tierfutter (Flickr/ hatch.m)

Hungeranregende Mittel im Tierfutter (Flickr/ hatch.m)

Doch nicht genug – die Gewinne sollen steigen

Damit das funktioniert, arbeiten diese Futtermittelhersteller hart daran, neue Zusatzstoffe zu entwickeln, die den Appetit von Katzen und Hunden künstlich steigern. Die dänische Firma Novozymes beispielsweise hat Enzyme entwickelt, die den Hunger der Testtiere verdoppeln.

Im Prinzip heißt das ja nichts anderes, als dass, Katzen an der Nase herumgeführt werden. Ihnen wird mit dem Futter vorgegaukelt, dass sie vielmehr Hunger haben als sie unter natürlichen Umständen hätten. Sie wollen folglich vielmehr fressen als ihr Körper eigentlich braucht. Kein Wunder also, das die Hälfte aller Haustiere in Deutschland übergewichtig ist.

Die Firmen wetteifern, wer das attraktivste Tierfutter entwickelt – und das auf Kosten unserer Liebsten. Die Weiterentwicklung und Schaffung neuer Zusatzstoffe kommt ja auch nicht von Zauberhand zustande. Viele Unternehmen, die mehr Gewinne in dieser Richtung anstreben, lassen leider auch Tierversuche zu. Natürlich nicht in Deutschland – das wird dann in Tierlabors im Ausland realisiert. Dabei ist Qualitätstierfutter im Allgemeinen ausgewogen. Und trotzdem wird weiter an Tieren herumgedoktert. Da fehlt mir ehrlich das Verständnis! Auf der einen Seite werden glückliche Hunde und Katzen in teuren Werbespots gezeigt und auf der anderen Seite werden sie misshandelt.

Hinzu kommt der neue Trend, rassenspezifisches Futter an den Mann bringen zu wollen. Futter für Perserkatzen mit Haarproblemen oder für Schäferhunde mit Hüftproblemen. Da wird uns Hunde- und Katzenhaltern vorgemacht, wir könnten mit diesem Futter die Probleme, die eigentlich aus der Zucht kommen, entschärfen. Absoluter Humbug.

 

 

One Response so far.

  1. Katzkimo sagt:

    Hallo ihr lieben,

    ich hab neulich per Zufall auch ein Rezept gefunden, wenn man seiner liebsten Katze mal was selber kochen möchte:

    Man nimmt einfach ein hartgekochtes Ei. Die Schale läßt man dran und gibt etwas Dosenmilch dazu. Das ganze mit einem Mixer zerkleinern und ab in den Freßnapf. Probiert’s mal aus. Bei mir hat’s super funktioniert.

    Man sollte aber glaube ich aufpassen, dass man nicht zu viel Ei gibt. So einmal pro Woche sollte aber schon in Ordnung sein.

    Kennt Ihr auch Rezepte?

    Liebe Grüße
    Katzkimo

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