Katzenseuche – Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Die Katzenseuche, auch Panleukopenie oder Katzenstaupe genannt, gehört zu den gefährlichsten Katzenkrankheiten. Da diese Katzenkrankheit tödlich enden kann – vor allem bei jungen, schwachen Kätzchen – ist die rechtzeitige Diagnose und Behandlung der Katzenseuche entscheidend.

Katzenseuche - äußerst gefährlich für Kätzchen (Foto: Accretion Disc/ Flickr)

Katzenseuche – äußerst gefährlich für Kätzchen (Foto: Accretion Disc/ Flickr)

Ursachen der Katzenseuche

Die Katzenseuche, auch unter dem Namen Katzenstaupe und in Fachkreisen als Feline Panleukopenie bekannt, ist eine höchst ansteckende Virusinfektion. Auslöser dieser Katzenkrankheit ist das Parvovirus. Das Virus befällt hauptsächlich Darmzellen sowie das Knochenmark und das Lymphsystem. Es schädigt in hohem Maße die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und schwächt so das Immunsystem der Katze. Betroffen sind vorwiegend junge Katzenwelpen im Alter von zwei bis sechs Monaten. Dennoch können Katzen in jedem Alter von der Katzenseuche betroffen sein.

In vielen Fällen werden Katzenwelpen von ihrer ungeimpften Katzenmutter angesteckt. In ländlichen Gebieten ist die Katzenseuche zudem aufgrund vieler ungeimpfter streunender Katzen weiter verbreitet. Übertragen wird die Katzenseuche durch Urin, Kot und Nasensekrete einer Katze. Das Virus wird dann über die Schleimhäute der Nase oder des Mauls aufgenommen und gelangt in den Körper der Katze. Da das Parvovirus besonders widerstandsfähig und langlebig ist, kann es noch viele Monate (sogar Jahre) später über verseuchte Gegenstände wie Fressnäpfe, Katzenklos, Kleidung und Schuhe auf eine Katze übertragen werden. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Katzenseuche, beträgt ca. vier bis zwölf Tage.

Symptome der Katzenseuche

Wenn sich eine Katze mit der Katzenseuche infiziert hat, zeigen sich Symptome, die überwiegend den Magen-Darm-Bereich betreffen. So wirken von der Katzenkrankheit befallene Tiere zunächst matt, lustlos, niedergeschlagen und teilnahmslos. Oft fressen sie dann auch schon nicht mehr. Danach folgen relativ schnell Symptome wie Fieberschübe, blutiger Durchfall und Erbrechen (kann auch blutig sein). Da die Katze aufgrund dieser Symptome viel Flüssigkeit verliert, droht die Austrocknung der Katze. Hinzu kommt, dass sie zwar ein starkes Durstgefühl verspürt, jedoch in vielen Fällen zu schwach ist, zu trinken. Ohne die rechtzeitige Behandlung beim Tierarzt führt die Katzenseuche zum Tod. Wenn du also erste Symptome wie Futterverweigerung oder Durchfall feststellst, solltest du umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Katzenseuche ist hochansteckend (Foto: ZeroOne/ Flickr)

Katzenseuche ist hochansteckend (Foto: ZeroOne/ Flickr)

Besonders besorgniserregend an der Katzenseuche ist, dass es auch einen sogenannten „perakuten Verlauf“ gibt. Bei dieser Form erscheint die Katze völlig normal. Doch innerhalb weniger Stunden stirbt die Katze infolge eines Schocks.

Diagnose

Der Tierarzt kann die Katzenseuche auf zweierlei Art feststellen. Zum einen kann er die Viren im Kot der Katze nachweisen. Zum anderen lässt sich mit einer Blutuntersuchung der Abbau der weißen Blutkörperchen feststellen.

Behandlung der Katzenseuche

Das Wichtigste ist: Schnell handeln. Wer erste Anzeichen der Katzenseuche an seiner Katze entdeckt, sollte sofort den Tierarzt aufsuchen. Je früher die Behandlung der Katzenseuche erfolgt, umso besser stehen die Chancen für die Genesung. Der Tierarzt wird zunächst versuchen, das erkrankte Tier zu stabilisieren und dessen Kräfte aufzubauen. Das heißt, die verlorene Flüssigkeit sowie Salze (Elektrolyte) werden der Katze mithilfe einer Infusion zugeführt. Des Weiteren wird der Tierarzt Antiemetika gegen Brechreiz verabreichen sowie Antibiotika, um das Immunsystem zu stärken und weitere bakterielle Infektionen zu unterbinden. Ist die Katzenseuche so weit fortgeschritten, dass die Katze zu viele Eiweiße verloren hat, werden auch Blutübertragungen eingesetzt.

Die Heilungschancen der Katze sind immer abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und dem Zeitpunkt, an dem die Behandlung eingesetzt hat. Je früher, desto besser. Die Katzenseuche kann in jedem Fall mit einer gezielten Behandlung geheilt werden. Dennoch ist die Sterblichkeitsrate bei sehr jungen und schwachen Kätzchen relativ hoch.

Vorbeugen

Damit deine Katze erst gar nicht an der Katzenseuche erkranken kann, solltest du sie rechtzeitig impfen lassen. Die Impfung wird in der Regel in der achten Woche durchgeführt und einen Monat später aufgefrischt. Hierbei handelt es sich um ein Kombipräparat bei dem die Katze auch gegen Katzenschnupfen geimpft wird. Zu empfehlen ist, die Impfung alle 1-3 Jahre zu wiederholen.

 

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