Scheinträchtigkeit bei Katzen

Scheinträchtigkeit tritt bei Katzen seltener auf als beispielsweise bei Hunden. Da es sich bei der Scheinträchtigkeit bei Katzen um keine Krankheit im eigentlichen Sinne handelt, muss sie in der Regel auch nicht behandelt werden. Dennoch kannst du deiner scheinträchtigen Katze diese Phase mit ein paar kleinen Mitteln ein wenig erleichtern.

Scheinträchtigkeit  bei Katzen (Foto: chispita_666/ Flickr)

Scheinträchtigkeit bei Katzen (Foto: chispita_666/ Flickr)

Symptome – Ist meine Katze scheinträchtig?

Ob eine Katze scheinträchtig ist oder nicht, kannst du anhand der Symptome – die sowohl physischer als auch psychischer Natur sind – relativ einfach erkennen. Scheinträchtigkeit oder auch Pseudogravidität, wie Veterinäre dieses Phänomen bezeichnen, liegt vor, wenn sich eine Katze mütterlich verhält, ohne zuvor trächtig gewesen zu sein. Viele Katzen bauen ein Nest, schleppen Plüschtiere oder andere Gegenstände hinein und “bemuttern” diese. Andere tragen diese Sachen ständig durch die Gegend, lecken diese ab und putzen sie.

Scheinträchtige Katzen bauen Nester (Foto: _Shward_/ Flickr)

Scheinträchtige Katzen bauen Nester (Foto: _Shward_/ Flickr)

Neben diesen psychischen Anzeichen zeigen die meisten Katzen, die unter Scheinträchtigkeit leiden, auch physische Symptome. So weisen viele ein vergrößertes Gesäuge auf und bilden Milch für die vermeintlichen Jungen. In einigen Fällen lecken sich Katzen ihr Gesäuge dann so stark, dass die Haut dort stark gerötet und teilweise auch entzündet sein kann.

Ursachen – Warum wird die Katze scheinträchtig?

In den häufigsten Fällen tritt bei Katzen die Scheinträchtigkeit hormonell bedingt auf, seltener infolge einer psychischen Störung. Bei erstgenanntem gibt es zwei typische Zeiträume, in denen die Scheinträchtigkeit auftreten kann. Entweder am Ende eines Sexualzyklus (Diöstrus) oder nach einem Eisprung, ohne dass sich die Katze zuvor gepaart hat. Dieser Eisprung wird auch spontane Ovulation genannnt. In diesem Zeitraum kommt es zu einer gravierenden hormonellen Veränderung, die eben zu der Scheinträchtigkeit bei Katzen führt. Konkret spielt sich im Körper der Katze folgendes ab: Einerseits kommt es zu einer starken Abnahme des Schwangerschaftshormons Progesteron und gleichzeitig zur Zunahme von Prolaktin, welches die Milchbildung anregt.

Scheinträchtigkeit bei Katzen (Foto: J i J y/ Flickr)

Scheinträchtigkeit bei Katzen (Foto: J i J y/ Flickr)

Therapie: Was tun bei Scheinträchtigkeit?

Da es sich bei der Scheinträchtigkeit um keine bedrohliche Krankheit handelt, ist eine Behandlung in der Regel auch nicht nötig. Im Allgemeinen geht die Scheinträchtigkeit bei Katzen im Zuge der Normalisierung des Hormonhaushalts von allein nach ein bis drei Wochen wieder zurück.

Treten jedoch Beschwerden aufgrund der geschwollenen Milchdrüsen auf, so kannst du deiner Katze Linderung verschaffen, indem du ihr im Wechsel kalte und heiße Wickel anlegst. Wenn es deine Katze zulässt, kannst du ihr ein altes T-Shirt anziehen, so dass sie nicht mehr so leicht an das Gesäuge herankommt. Sollten sich die Milchdrüsen jedoch stark entzünden, solltest du lieber einen Tierarzt aufsuchen. Wenn nötig, kann dieser auch Präparate verschreiben, die die Milchbildung unterdrücken.

Tipp: Ein gute Möglichkeit den Zeitraum der Scheinträchtigkeit bei Katzen zu verkürzen, ist Ablenkung. Am besten mit Spiel und Bewegung. Mit Streicheleinheiten solltest du allerdings sparsamer umgehen, da diese noch die Muttergefühle verstärken können.

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