Verstopfung bei Katzen: Symptome, Ursachen & Hilfe

Probleme mit dem Darm treten nicht nur bei Menschen auf. Insbesondere Verstopfung bei Katzen gibt es häufig aus ganz unterschiedlichen Gründen. Alles zum Thema und wie du helfen kannst, hier erfahren!

Woran erkennt man Verstopfung bei Katzen?

Wenn Katzen unter einer Verstopfung leiden, ist es eigentlich wie bei uns Menschen: sie wollen, können aber nicht. Das heißt, man erkennt das Problem daran, dass die Katze entweder gar keinen Kot oder aber nur sehr wenig absetzen kann. Man kann seine Katze also unter Umständen dabei beobachten, wie sie zum Katzenklo geht, auch deutlich sichtbar presst, aber unverrichteter Dinge wieder geht. Viele versuchen es dann ein paar Minuten später gleich wieder. Schafft sie es doch, ein wenig Kot abzusetzen, ist dieser meist extrem hart und trocken. Unter Umständen kann dieser auch mit Blut oder Schleim besetzt sein. Katzen haben beim Stuhlgang dann auch Schmerzen, die zum Teil auch durch lautes Mauzen artikuliert. Man kann die Anzeichen für Verstopfung demnach kaum übersehen.

Verstopfung bei Katzen

Verstopfung bei Katzen hat verschiedene Ursachen (Foto: Kiezematze)

Während das bei Stubentigern noch recht einfach nachvollziehbar und beobachtbar ist, wird das bei Freigängern schon schwieriger.

Ursachen für Verstopfung

Die Ursachen der Verstopfung sind sehr vielschichtig und nicht immer sofort ersichtlich. Zu den häufigsten Auslösern zählt eine falsche Ernährung. So kann ein Mangel an Ballaststoffen bzw. Rohfasern Probleme bei der Verdauung auslösen. Katzen sind zwar Fleischfresser, dennoch müssen sie ein gewisses Maß an Ballaststoffen zu sich nehmen. Freigänger essen ihre Mäusebeute schließlich auch mit Haut und Haaren.

Darüber hinaus kann zu wenig Wasseraufnahme zu Verstopfung bei Katzen führen. Insbesondere in Verbindung mit Trockenfutter, welches dem Körper Flüssigkeit entzieht, ist es wichtig, dass Katzen genügend Wasser trinken.

Auch der Fellwechsel kann bei der Katze Probleme hervorrufen. Nimmt die Katze beim Putzen sehr viel Fell in sich auf, können daraus Knäuel im Magen und Darm entstehen, die wiederum den Stuhlgang erschweren.

Wie bei fast allen Krankheiten können die Ursachen auch psychischer Natur sein. Ist beispielsweise eine neue Samtpfote eingezogen oder wurde der Wohnort gewechselt – alles was die Katze unter Stress setzt, kann sich auch in Verstopfungen äußern. Auch neues Katzenstreu kann zur Ablehnung und damit zur Verstopfung führen.

Verstopfung bei Katzen Ursachen

Ein euer Mitbewohner oder anderes Katzenstreu sind ebenfalls Ursachen für Verstopfungen (Foto: Kiezematze)

Seltenere Ursachen

Können die oben genannten Ursachen ausgeschlossen werden, können auch folgende Probleme Grund für den schwierigen Stuhlgang sein:

  • Beckenbruch, Narben, Nervenschäden
  • Kaliumspiegel im Blut zu gering
  • Fremdkörper im Verdauungstrakt (Katze hat Objekte verschluckt
  • Darmentzündungen (akut oder chronisch)
  • Entzündungen im Bereich des Anus
  • Tumore
  • Nebenwirkung von Arzneimitteln

Behandlung der Verstopfung

Die Art der Behandlung ist natürlich sehr stark von den Ursachen abhängig. Handelt es sich um eine vorübergehende leichte bis mittelschwere Verstopfung bei Katzen, kann man zunächst Zuhause ein paar Tricks probieren:

1. Bei fehlender Wasseraufnahme, muss man nur den Flüssigkeitshaushalt wieder ausgleichen. Bei trinkfaulen Katzen kann man einfach ein wenig ins Essen mischen – das habe ich jahrelang bei Bruno so gemacht, funktioniert super. Manchmal hilft es auch, den Wassernapf weit entfernt von dem Fressnapf hinzustellen.

2. Ist das Fressen an der Verstopfung schuld, hilft eine Nahrungsumstellung.

3. Steckt die Katze gerade im Fellwechsel oder verliert generell viel Haar, kann man sie bei der Fellpflege unterstützten. Regelmäßiges Bürsten kann viel loses Fell bereits aufnehmen.

4. Um den Kot der Katze zu lockern, kann man auch Milch einsetzen. Sie enthält Milchzucker, welchen Katzen in der Regel nicht abbauen können. Dieser wiederum macht den Kot weicher. Allerdings sollte man mit kleinen Portionen antesten, damit sich nicht gleich Durchfall entwickelt. Auch Ballaststoffe wie etwa Weizenkleie oder Flohsamen (Psyllium) wirken abführend und können die Verstopfung bei Katzen lösen.

5. Eine weitere Möglichkeit, gegen Verstopfung vorzugehen, ist ein warmer Einlauf. Dieser muss allerdings vom Tierarzt durchgeführt werden. Bitte nicht selbst probieren, wenn das schiefgeht, ist das für die Katze gefährlich!

Vorsicht vor Darmverschluss

Wenn die Hausmittelchen nicht zum gewünschten Ergebnis führen, sollte man lieber früher als später den Tierarzt aufsuchen. So kann eine unbehandelte Verstopfung bei Katzen zu einem Darmverschluss führen. Dieser kann dann nur noch operativ behandelt werden. Der Darmverschluss muss aber nicht zwangsläufig durch fehlende Behandlung entstehen. Auch Würmer, Fremdkörper im Darm oder Tumore können den Verschluss hervorrufen. Anzeichen dafür sind zudem: Erbrechen, angespannte Bauchdecke. Schmerzen am Bauch, allgemeine Schwäche, Unlust, Appetitlosigkeit, blasse Schleimhäute und häufiges Lecken am Anus.

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