Ataxie Katze: Leben mit liebenswerten „Wackelkatzen“

Ataxie Katzen sind nicht krank – sie sind besonders. Und sie können ein langes, glückliches Leben führen. Woher ihre atypischen Bewegungen kommen und wie du sie im Alltag z.B. mit Training unterstützen kannst – hier nachlesen!

Ataxie Katze
Ataxie Katze: Was bedeutet das eigentlich?

Ataxie Katzen: Was bedeutet das?

Der Begriff Ataxie beschreibt Störungen im Bewegungsablauf. Das Wort stammt aus dem Griechischen („ataxia“) und steht für Unordnung. Das heißt, das Zusammenspiel der an einer Bewegung beteiligten Muskelgruppen ist gestört, nicht wie gewöhnlich flüssig. Damit ist Ataxie keine Krankheit, sondern vielmehr ein Symptom. Man könnte vielleicht auch sagen, es ist eine körperliche Besonderheit. Die Ursachen für diese ataktischen Bewegungen sind vielfältig, allerdings sind sie recht häufig neurologischer Natur. Man unterteilt verschiedene Formen der Störung in Abhängigkeit wo ihr Auslöser lokalisiert ist.

Ataxie Katzen sind beispielsweise an einem steifen oder torkeligen Gang oder ungewöhnlichen Beinstellungen erkennbar. Aus diesem Grund werden sie auch liebevoll „Wackelkatzen“ genannt.

Symptome: Woran erkennt man Ataxie bei Katzen?

Die Symptome der „Wackelkatzen“ können in ihrer Intensität und Ausprägung, je nach Auslöser, recht unterschiedlich sein. Allgemein lässt sich aber sagen, das die Bewegungen betroffener Katzen für uns unnatürlich wirken, also recht auffällig sind. Insbesondere die Gangart sowie einzelne Bewegungen der Vorder- und Hinterbeine sind häufig atypisch. Folgende Auffälligkeiten lassen sich bei Ataxie beobachten:

  • Ataktischer Gang: Das heißt, die Gangart ist steif, breit oder torkelig und tapsig. Die Katze scheint recht wackelig und unsicher zu sein.
  • Gleichgewichtsprobleme: Einigen Ataxie Katzen fällt es schwer, das Gleichgewicht zu halten. Sie stehen unsicher und ein Umkippen zur Seite oder nach vorn bzw. hinten ist nicht ungewöhnlich. In der Regel rappeln sich die Katzen aber gleich wieder auf und laufen ganz unbehelligt weiter als wäre gar nichts passiert.
  • Vorder- und Hinterbeine: Die Vorderbeine werden zu stark gestreckt, weit nach vorn bewegt. Die Hinterbeine werden hingegen nicht gerade, sondern mit einem Bogen nach vorn geführt.
  • Tremor: Kopfzittern
  • Nystagmus: Zittern der Augen
  • Schiefe Haltung des Kopfes
  • Dysmetrie: Hiermit sind Probleme beim Abschätzen von Entfernungen gemeint. Katzen setzen nicht das richtige Maß an Kraft und Schnelligkeit ein, um eine Bewegung korrekt auszuführen. Das heißt, sie verschätzen sich vielleicht bei Sprüngen und landen womöglich neben dem Ziel. Auch beim Fressen oder Spielen haben sie Probleme, Objekte zu fokussieren und ihre Zielbewegung dementsprechend anzupassen.
  • Geräuschempfindlichkeit: Reagieren sehr schreckhaft auf plötzliche, laute Geräusche.
  • Wahrnehmungs- und Bewusstseinsstörungen
Ataxie Katze Schmerzen
Katzen mit Ataxie haben in der Regel keine Schmerzen

Haben Wackelkatzen Schmerzen?

Wer das erste Mal eine Katze mit Ataxie beobachtet, den überkommt automatisch ein Gefühl von Mitleid. Wenn sie einem mit schiefem Köpfchen wackelig entgegen tapst, umkippt, sich wieder aufrappelt und weiter wankt, dann wirkt sie schon recht hilflos. Genau genommen ist das aber nicht ganz richtig.

Ataxie Katzen nehmen ihre – ich nenne es mal – „Behinderung“ nicht als solche wahr. Sie haben in der Regel keine Schmerzen (das ist natürlich von der Ursache abhängig, später dazu mehr) und fühlen sich in keinster Weise benachteiligt. Sie können also bei artgerechter Haltung und Liebe ein tolles, glückliches und vor allem auch langes Leben führen. In vielen Fällen kann man ihre Symptome durch gezieltes Training sogar verbessern. Weiter unten werde ich darauf noch näher eingehen.

Einschläfern bei Ataxie?

Leider ist das Wissensdefizit zu diesem Thema bis heute noch immer recht groß. Nicht nur unter Katzenhaltern, auch viele Tierärzte konnten bisher keine oder nur wenige Erfahrungen mit diesen besonderen Katzen sammeln. Die traurige Realität: Nicht selten werden deshalb Ataxie Katzen noch heute eingeschläfert. Natürlich immer mit der Begründung, das sei nur zum Wohl der Katze, weil sie würde ja leiden und könne nur ein unwürdiges Leben führen. Bitte lasst euch nicht von diesen unwissenden Aussagen irritieren. Katzen mit Ataxie haben es verdient, zu leben!

Ursachen für Ataxie

Ataxie kann aus ganz unterschiedlichen Gründen hervorgerufen werden. Die häufigste Ursache ist eine Schädigung im Zentralnervensystems (ZNS). Daneben kann die Koordinations- und Bewegungsstörung auch durch einen genetischen Defekt, Infektionen oder aber durch Unfälle, Misshandlungen, Mangelerscheinungen (Thiamin-Mangel) oder sehr selten auch durch Stoffwechselprobleme (Diabetes, niedriger Blutzuckerspiegel) ausgelöst werden. Außerdem können Vergiftungen durch Toxine zu Schäden am ZNS führen. In der Veterinärmedizin werden verschiedene Formen der Ataxie unterschieden. Die Unterteilung erfolgt anhand der Ursache.

1. Zerebelläre Ataxie / Kleinhirnataxie

Wie der Name schon verrät, wird diese Form durch Schäden im Kleinhirn ausgelöst. Die zerebelläre Ataxie kommt am häufigsten vor. Im Kleinhirn werden sämtliche Bewegungen geplant, koordiniert und abgestimmt. Durch eine Störung können unter anderem Informationen vom Rückenmark und der Gleichgewichtsorgane nicht korrekt in Bewegungen übersetzt werden.

Ataxie Katze FPV
Ataxie wird häufig durch Ansteckung über die Mutter mit dem FPV hervorgerufen

Katzen erkranken an dieser Kleinhirnataxie meist schon im Mutterleib. Das ist der Fall, wenn das Muttertier während der Trächtigkeit mit dem Feline Parvovirus in Kontakt kam. Der Feline Parvovirus, FPV, ist besser bekannt als Katzenseuche. Die Ansteckung kann durch direkten Kontakt, aber auch durch eine Impfung mit einem Lebendimpfstoff zustande kommen. Einige Katzenkinder sterben daran bereits im Mutterleib, andere können mit einer Ataxie zur Welt kommen. Das heißt, das Gehirn ist von Geburt an unterentwickelt.
Festgestellt wird die Behinderung in der Regel, wenn die kleinen Katzen nach einigen Wochen zu laufen beginnen. Hier werden Koordinations- und Bewegungsstörungen sichtbar.

Da die Unterentwicklung des Gehirns schon von Geburt an besteht, kommt es zu keiner Verschlechterung des Zustandes. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer nicht progressiven Erkrankung.

Weitere Auslöser für eine Kleinhirnataxie, die auch im Laufe eines Katzenlebens auftreten können, sind:

  • Vergiftungen
  • Tumore
  • Gewebsschwund (Hirn-Atrophie)
  • Unfälle
  • Misshandlungen

2. Sensorische / Sensible Ataxie

Diese Form der Ataxie wird durch Schäden am Rückenmark oder aber der peripheren Nerven hervorgerufen. Hier ist vor allem die Erkennung der Vorder- und Hinterbeine gestört. Bei diesen Ataxie Katzen ist eine breite Beinstellung typisch, ebenso unangemessene Bewegungen (zu viel, zu wenig Kraft). Der Muskelaufbau ist meist unzureichend, außerdem wirken die Katzen allgemein schwach.

Ausgelöst wird eine sensorische Ataxie durch:

  • Unfälle, die ein Trauma bei der Katze auslösen (z.B. eine Quetschung des Rückenmarks)
  • Deformationen der Wirbelsäule
  • Degenerative Gelenkserkrankungen

3. Vestibuläre Ataxie

Die dritte Form der Ataxie betrifft den Gleichgewichtssinn, das heißt die Kontrolle der Balance ist irgendwie in Schieflage geraten. Bei Katzen mit vestibulärer Ataxie kann man häufig beobachten, dass sie im Kreis laufen, zur Seite kippen, ihren Kopf schief halten und, dass ihre Augen zittern. Es kann ebenfalls Übelkeit gefolgt von regelmäßigem Erbrechen beobachtet werden.

Diagnose: So wird Ataxie festgestellt

Die Symptome einer Ataxie Katze sind ja recht auffallend und damit – selbst für Laien – auch relativ eindeutig. Selbst auf den Ort der ZNS Schädigung kann man oftmals schon anhand der ataktischen Bewegungen schließen. Um diese Annahme zu bestätigen, sind allerdings weiterführende Untersuchungen nötig. Detaillierte Aussagen über Ursache und Schweregrad der Beeinträchtigung lassen sich mithilfe einer Gehirnstrommessung (EEG) sowie Muskelstrommessung (EMG) treffen. Außerdem können bei der Diagnose von Ataxie Röntgenaufnahmen, eine Computertomographie (CT), ein MRT (Magnetresonanztomographie), aber auch die Suche nach Erregern (FPV) und deren Antikörper helfen.

Welche Untersuchungen tatsächlich durchgeführt werden müssen, sollte individuell entschieden werden, schließlich sind diese Untersuchungen für Katzen kein Zuckerschlecken.

Nicht zu unterschätzen ist, dass die Lebensgeschichte einer Katze bereits viele Anhaltspunkte geben kann und somit eine deutlich gezieltere Ursachenforschung angegangen werden kann. Gibt es z.B. Infos über die Mutterkatze oder Vorbesitzer usw.?

Prognose: Lebenserwartung bei Ataxie

Pauschale Aussagen zur Lebenserwartung von Ataxie Katzen können nicht getroffen werden, da die Ursache eine wichtige Rolle spielt. Aber in den meisten Fällen handelt es sich um eine zerebelläre Ataxie, bei der sich die Symptome nicht verschlechtern, sondern sogar verbessern können. Bei dieser nicht progressiven Form haben die Katzen sehr gute Chancen auf ein „normales“, glückliches und langes Katzenleben.

Haltung von Ataxie Katzen

Wie du siehst, sind (zumindest die meisten) Wackelkatzen nicht schwer krank und pflegebedürftig. Im Gegenteil: Sie sind aufgeweckte, verschmuste, liebenswerte Katzen, die sich über ein nettes Zuhause freuen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die man – je nach Schweregrad der Ataxie – bei der Haltung beachten sollte. Hier geht es vor allem darum, die Katzen im täglichen Ablauf zu unterstützen und Gefahren, bei denen sie sich verletzen können, zu minimieren. Dabei möchte ich natürlich nicht verschweigen, dass es auch schwerere Formen der Ataxie gibt, bei denen Katzen nicht allein fressen und gefüttert werden müssen oder, die Windeln tragen, weil sie es nicht allein auf die Katzentoilette schaffen. Bei diesen Katzen ist der Aufwand natürlich um einiges höher. Die meisten Katzen mit Ataxie sind aber deutlich „pflegeleichter“.

Das richtige Zuhause für Katzen mit Ataxie

Je nachdem, welche Form der Ataxie vorliegt, kann man seine Katze im Alltag unterstützen. In welcher Form das passiert, muss von Fall zu Fall, also sehr individuell, entschieden werden. Die folgenden Vorschläge, die sich in der Einrichtung recht einfach umsetzen lassen, haben sich bei vielen Ataxie Katzen bereits bewährt. Der Kreativität sind aber im Übrigen keine Grenzen gesetzt. Vorschläge eurerseits sind natürlich auch sehr willkommen.

Ataxie Katze Haltung
Auf Teppichböden können sich viele Ataxie Katzen sicherer bewegen

Boden: Viele Wackelkatzen finden auf glatten Fußböden kaum Halt und haben arge Probleme, sich fortzubewegen. Daher sind Teppichböden für sie deutlich angenehmer als beispielsweise glatter Laminat. Du kannst auch beliebte Laufwege mit Läufern oder anderen Materialien wie z.B. große Schmutzfangmatten auslegen.

Futternapf: Katzen, die Schwierigkeiten haben, den Kopf weit nach unten zu führen, ohne dabei umzufallen, kann mit einem erhöhten Futternapf geholfen werden. Stell ihn vielleicht einfach auf eine Kiste, ein Buch oder was du sonst im Haushalt findest. Wenn du den Napf dann leicht schräg aufstellst, kommt die Katze ohne große Mühe ans Futter. Daneben gibt es Ataxie Katzen, die nicht ganz so beweglich sind und viel auf dem Bauch liegen. Diese Tiere mögen natürlich keinen erhöhten, sondern einen flachen Napf.

Ataxie Katze Napf
Ein erhöhter Futternapf ist eine gute Hilfe für Katzen mit Ataxie

Katzentoilette: Für viele Wackelkatzen ist eine Katzentoilette mit Haube besser als ohne. Die Seitenränder helfen ihr, sich abzustützen – das ist vor allem beim Scharren wichtig. Manchmal genügen auch erhöhte Seitenwände oder wenn das Katzenklo an einer Wand steht. Mit Vorliebe wird ein niedriger, nicht zu enger Einstieg angenommen. Erfüllt eine normale Katzentoilette nicht die Anforderungen der Katze, kann auch ein großes Kunststoffhundekörbchen umfunktioniert werden.

Ist nicht die Katzentoilette, sondern das Streu das Problem, weil die Katze darauf keinen Halt findet, muss man ebenfalls kreativ werden. Einige Halter berichten, dass ein flaches Backblech, welches mit einigen Blättern Küchenrolle ausgelegt ist, funktioniert.

Gefahren in der Höhe: Ataxisten sind meist in der Lage irgendwo hochzuklettern, aber der Abstieg kann zur Falle werden. Zum einen sollte man daher auf zu hohe Kratzbäume verzichten und alle erhöhten Gegenstände absichern. Sofas, Kratzbäume, Stühle oder Betten sollten für den Abstieg durch Kissen, Teppiche oder Decken vorbereitet werden. So kann sich die Katze, falls sie herunterfällt, nicht weh tun. Vorsicht ist im Übrigen bei Treppen geboten. Die sollten am besten nicht frei zugänglich sein.

Freigang bei Ataxie?

Da die Gefahren für Ataxie Katzen nicht zu unterschätzen sind, solltest du auf einen ungesicherten Freigang verzichten. Zum einen sind Wackelkatzen anderen Freigängern körperlich unterlegen. Das heißt, bei Rivalitäten wird sie den Kürzeren ziehen und vermutlich Verletzungen einstecken. Darüber hinaus ist sie auch für Wildtiere oder Menschen, die Katzen nicht mögen, viel zu leichte Beute. Nicht zu vergessen, dass sie vermutlich nicht schnell genug Autos oder anderen Gefahren im Straßenverkehr ausweichen könnte. Daneben sind auch die Krankheitsrisiken nicht ohne. Ataxie Katzen mit einer Immunschwäche sind draußen vielen Krankheitserregern ausgesetzt.

Training: Symptome der Ataxie verbessern

Wie bereits erwähnt, sind die Ausprägungen der Ataxie recht unterschiedlich. Aus diesem Grund gibt es auch kein Training, das für alle Katzen gleichermaßen funktioniert. Auch hier muss man sich wieder individuell herantasten und schauen, wo man bei seiner Katze ansetzt. Geh aber nicht zu verbissen an die Sache heran. Wie bei uns Menschen auch, ist die Tagesform für den Trainingserfolg sehr entscheidend. Hat die Katze einen schlechten Tag, lässt man es vielleicht besser sein und kuschelt dafür einmal mehr. Schließlich ist so ein Training trotz hohem Spaßfaktor auch anstrengend, denn die Katze muss sich hierfür arg konzentrieren. Wenn sie mal nicht so gut drauf ist oder man selbst einen suboptimalen Tag hatte, sollte das Training lieber kürzer ausfallen, bevor sich beide Parteien nur quälen und dann auch noch infolge eines Misserfolgs doppelt deprimiert sind.

Trainingsutensilien

Im Katzenbereich gibt es noch nicht so viel, daher muss man häufig auf Hilfsmittel für Hunde zurückgreifen.

Hundemantel: Wickelt man diesen Mantel einer Katze um, so wird das Körperbewusstsein geschult. Durch die Berührung des Stoffes am Bauch, laufen Katzen automatisch gerader, mit ausgestreckten Beinen. Auf diese Weise werden bisher vernachlässigte Beinmuskeln trainiert.

Hundehöschen: Eigentlich gedacht für läufige Hündinnen, kann man sie auch super für Ataxie Katzen umfunktionieren. Bindet man sie der Katze um, verändert sich wie beim Hundemantel das Körperempfinden. Durch das Höschen wird der Schwanz bewusster wahrgenommen und er bekommt besseren Halt. Da die Schwanzwurzel nun unterstützt wird, kann die Katze leichter laufen. Der Gang wirkt somit stabiler.

Gezieltes Lauftraining

Wer seine Katze dazu animiert, sich zu bewegen, schult damit nicht nur die Koordination, sondern trainiert auch die Muskeln. Das wiederum führt auf lange Sicht zu verbesserten Bewegungen, da die Katze erlernt Unsicherheiten und Störungen anders zu kompensieren. Für das Lauftraining eignen sich folgende Aktionen:

  • Spiele mit einer Angel oder Bällen
  • Verschiedene Bodenstrukturen: Verändert man den Untergrund, muss die Katze ständig ihre Bewegungen anpassen. Du kannst beispielsweise: Teppich, Stein, Sisal, Badvorleger, Sand, Laub, Gras, Kissen, Plastiktüten, Karton, Untergründe mit Noppen usw. verwenden. Deiner Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
  • Training mit allen Sinnen: Das heißt, neben den Untergründen kann man auch super mit verschiedenen Düften arbeiten, die dazu anregen, daran zu schnüffeln. Hier kann alles aus der Natur verwendet werden, was für die Katze ungefährlich ist. Wenn du dir unsicher bist, hier findest du eine Übersicht über giftige Pflanzen für Katzen.

Training für Konzentration und Geschicklichkeit

Ein hohes Maß an Konzentration erfordern Ballspiele. Verwende einfach verschiedene Größen, Gewichte und Stoffe. Du kannst Tennisbälle, Tischtennisbälle, Holzmurmeln, Gummibälle, Schaumstoffbälle usw. einsetzen. Toll sind auch Geschicklichkeitsspiele wie z.B. die Catit Senses Spielschiene oder das Karlie Flamingo Intelligenzspiel, die man beide bei Amazon kaufen kann. Anfangs wird das sicherlich noch nicht so gut klappen, daher ist es wichtig immer am Ball zu bleiben und weiter für Motivation zu sorgen. Nach etwas Übung werden die Bewegungen immer sicherer.

Welche Risiken gibt es für Ataxie Katzen?

Ein wichtiges Thema bei Ataxie sind Gesundheitsfragen und Tierarztbesuche. Nicht alle Tierärzte haben ausreichend Erfahrungen mit Ataxie bei Katzen gemacht. Daher ist hier auch dein Know-how gefragt. Die wichtigsten Bereiche sind Narkose und Impfung.

Achtung bei Narkose

Das Thema Narkose ist sehr sensibel, da Auswirkungen auf das ohnehin betroffene Zentralnervensystem nicht kalkulierbar sind. Wenn eine Operation durchgeführt werden soll, muss das berücksichtigt werden. So gibt es Fälle, bei denen sind epileptische Anfälle hinzugekommen oder die Schwere der Ataxie ist hat zugenommen.
Experten empfehlen daher für Ataxie Katzen eine Inhalationsnarkose. Zum einen lässt sie sich sehr genau dosieren und zum anderen auch recht schnell abbrechen. Tierärzte greifen häufig zu Isofluran, da die Aufwachphase recht kurz ist und der Kreislauf des Tieres nicht so stark beansprucht wird.

Was muss man beim Impfen beachten?

Aufgrund des erhöhten Risikos bei Ataxie, sollte man sich im Vorfeld auf jeden Fall fragen, welche Impfungen sind wirklich notwendig und auf welche könnte man verzichten.
Kombi-Impfungen mit mehreren Impfstoffen sind nicht geeignet, die die Risiken hier besonders hoch sind.

Katzen mit Ataxie haben in der Regel eine geringere Leukozytenzahl, wodurch das Immunsystem schwächer als bei kerngesunden Katzen ist. Lebendimpfstoffe haben den Nachteil, dass sie einen Krankheitsschub nach sich ziehen können. Daher sollte man darauf verzichten.

Totimpfstoffe sind hingegen häufig mit Zusatzstoffen versehen. Du solltest daher großen Wert darauf legen, dass auf Zusatzstoffe verzichtet wurde. Sprich, die Wahl sollte auf adjuvansfreie Impfstoffe fallen. Bei Tollwut gibt es die jedoch leider nicht.

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