Blasenentzündung bei Katzen erkennen und behandeln

Wenn es zu einer Blasenentzündung bei Katzen kommt, sind die Ursachen ganz unterschiedlich. Trotz Anzeichen – Gewissheit gibt erst die Urinprobe. Hier erfahren, wie du deiner Katze helfen kannst.

Blasenentzündung bei Katzen
Woran kannst du eine Blasenentzündung bei deinem Liebling erkennen?

Probleme mit der Blase sind für Katzen genauso unangenehm wie für uns Menschen. Wie Tierärzte berichten, kommt die in Fachkreisen auch als Zystitis bezeichnete Entzündung deutlich häufiger bei Stubentigern vor als bei Freigängern. Außerdem ist die Zahl bei kastrierten Katzen und Katern höher.

Symptome der Blasenentzündung bei Katzen

Eines der deutlichsten Symptome, welches auf eine Blasenentzündung hindeutet, betrifft natürlich das Absetzen von Urin. So beobachten viele Katzenbesitzer, dass betroffene Tiere deutlich häufiger zum Katzenklo marschieren, weil sie Wasser lassen müssen. Oftmals scharren sie auch sehr lange herum. Wenn man dann aber ins Katzenklo schaut, sind nur einige Tröpfchen Urin zu finden. Manche Katzen machen in dieser Zeit auch neben das Katzenklo oder in die Wohnung.

Zudem kann man eine Blasenentzündung bei Katzen daran erkennen, dass der Urin vielleicht etwas merkwürdig oder bissig riecht oder aber, dass er Verfärbungen, wenn nicht sogar Blut, aufweist. Das Symptom Blut im Urin tritt zwar auch bei anderen Problemen auf – beispielsweise mit der Niere – aber in den meisten Fällen ist die Blase der Auslöser.

Da es sich für die Tiere um eine sehr schmerzhafte Angelegenheit handelt, kann es auch vorkommen, dass eine Katze so starke Schmerzen hat, dass sie kläglich schreit, wenn sie versucht, Urin abzusetzen.

In der Regel gibt es aber sonst keine Auffälligkeiten, die meisten Katzen fressen ganz normal und legen auch kein merkwürdiges Verhalten an den Tag.

Verschiedene Ursachen für Blasenentzündung

Kommt es zur Blasenentzündung bei Katzen können die Ursachen ganz unterschiedlicher Natur sein. Wie bei uns Menschen auch sind Bakterien oder andere Erreger häufige Auslöser der Erkrankung. Sie gelangen über die Harnröhre in die Blase und nisten sich dort an den Schleimhäuten ein und rufen Reizungen und Schmerzen hervor. Bei jüngeren Kätzchen sind Bakterien aber selten der Auslöser. Das ist eher ein Problem älterer Katzen, die oftmals auch durch andere Krankheiten empfänglich für eine Blasenentzündung sind. Unter anderem kann Diabetes oder eine Nierenschwäche immer öfter zu einer bakteriellen Infektion der Harnblase führen.

Daneben führen häufig so genannte Harnkristalle oder Harnsteine zu Schwierigkeiten mit der Blase. Hervorgerufen werden diese durch Mineralstoffe, die sich im Urin nicht vollständig auflösen. Die Kristalle haben winzig kleine Spitzen, die dann die Schleimhaut so lange reizen, dass es zu Entzündungen kommt. Lösen sich diese Kristalle nicht auf, sondern vermehren sich, bilden sich daraus Harnsteine. Diese wiederum können, wenn das Problem unbehandelt bleibt, unter Umständen zu einer richtigen Verstopfung der Harnröhre führen (Harnröhrenverschluss). Da Kater eine engere Harnröhre besitzen als weibliche Katzen, ist das Risiko bei ihnen um einiges größer.

Blasenentzündung bei Katzen Hilfe
Die einzig vernünftige Hilfe für deine Katze ist der Gang zum Tierarzt

Wie kannst du deiner Katze helfen?

Besteht der Verdacht der Blasenentzündung bei Katzen aufgrund der obengenannten Symptome, so kannst du als Katzenbesitzer leider wenig tun, um die Schmerzen zu lindern. Das einzig Sinnvolle ist, schnellstmöglich mit deiner Samtpfote zum Tierarzt zu gehen: Nur er kann letztendlich feststellen, ob es sich um eine Blasenentzündung handelt und wenn ja, was die Ursachen sind. Das ist wichtig, um letztendlich die richtige Behandlung festzulegen.

Du hast jedoch die Möglichkeit, den Vorgang etwas zu beschleunigen. Hierfür solltest du eine Urinprobe deiner Katze mitnehmen. Diese lässt sich am besten bei nicht saugfähigem Katzenstreu mit einer Spritze aufsaugen.

Der Tierarzt wird dann die Urinprobe untersuchen – Bakterien oder Harnkristalle lassen sich dort sehr schnell feststellen. Außerdem wird er den Bauch der Katze abtasten. Unter Umständen ist auch ein Ultraschall der Harnblase nötig. Hierbei können Tumore oder Fehlbildungen der Harnwege festgestellt werden.

Behandlung der Blasenentzündung durch den Tierarzt

Nachdem durch die Untersuchungen die Ursachen für die Blasenentzündung eruiert wurden, kann der Tierarzt auch die entsprechende Behandlung in die Wege leiten. Unabhängig davon wird deine Katze aber in jedem Fall ein schmerzlinderndes und krampflösendes Arzneimittel erhalten.

Wenn Bakterien für die Blasenentzündung bei Katzen verantwortlich sind, dann erhält der kleine Patient in den meisten Fällen ein Antibiotikum.

Wurde die Entzündung durch Harnkristalle ausgelöst, kommt es auf die Art der Kristalle an. Einige lassen sich gut medikamentös behandeln, andere wiederum können durch besonderes Diätfutter eine Auflösung herbeiführen, indem sie den ph-Wert beeinflussen.

Blasenentzündung bei Katzen Behandlung
Mit der richtigen Behandlung sagt deine Katze bald danke =)

Wann ist eine Operation nötig?

Ist der Harnkristall schon zu einem Harnstein vorangeschritten, ist unter Umständen eine Operation der einzige Ausweg. In einigen Fällen, bei denen sich Harngries immer wieder festsetzt, ist womöglich die Amputation des Penis nötig. Genau dort ist nämlich die kritische Verengung, die immer wieder zu Harngries, Harnstauung und eben auch Blasenentzündung bei Katzen führen kann. Der Eingriff klingt schlimm, aber manchmal ist es die letzte Option, um dem Kater weitere Schmerzen zu ersparen. Vielleicht ist es tröstend, wenn man weiß, dass es für Kater keine psychischen Folgen hat, wenn der Penis entfernt wird.

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