Durchbruch: Katzen Niereninsuffizienz früh erkennen

Bis heute wurde die Niereninsuffizienz bei Katzen (CNI) viel zu spät erkannt. Nun hat die Forschung einen großen Sprung nach vorn – in Richtung Früherkennung – gemacht. Hier nachlesen, wie genau!

Katze Niereninsuffizienz Früherkennung
Niereninsuffizienz kann bei Katzen nun früher erkannt werden.

Katzen Niereninsuffizienz: weit verbreitet & unheilbar

Die Niereninsuffizienz zählt zu den häufigsten Todesursachen bei Katzen. Man unterscheidet zwischen der akuten und der chronischen Niereninsuffizienz, wobei letztere das schleichende Versagen der Nieren beschreibt. Ungefähr jede dritte Katze erkrankt im Laufe ihres Lebens an der CNI bzw. CNE. Aber die Krankheit ist nicht nur ein Problem bei Katzen, auch jeder zehnte Hund hat mit Nierenproblemen zu kämpfen. Im Verlauf der Krankheit wird Nierengewebe zerstört. Das führt dazu, dass immer weniger gesundes Nierengewebe die Aufgabe des Organs, die Reinigung des Blutes und das Entsorgen von Giftstoffen über den Harn, übernehmen muss. Irgendwann ist so viel Gewebe zerstört, dass es zu einer Harnvergiftung und damit leider auch zum Tod des Tieres kommt. Das Nierenversagen ist demnach unheilbar. Weiterführende Details, wie Symptome, Behandlung usw. kann man in dem Artikel Niereninsuffizienz bei Katzen nachlesen.

Nierenversagen bei Katzen zu spät erkannt

Das größte Problem der Niereninsuffizienz ist aber die Diagnose. Bis heute konnte man die Krankheit erst in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium feststellen, an dem man kaum noch gegensteuern konnte. Messbare Werte verändern sich erst, wenn bereits 75 Prozent des Nierengewebes zerstört sind. Viel zu spät, um das Fortschreiten der Krankheit in irgendeiner Weise verlangsamen zu können.

Neue Blutwerte entdeckt

Das scheint sich zukünftig zu ändern, denn der Forschung ist ein kleiner Durchbruch gelungen. So hat man jetzt einen Blutwert entdeckt, der bereits viel eher auf Veränderungen in der Niere hindeutet. Bei dem Wert handelt es sich um das so genannte symmetrisch dimethylierte Arginin (SDMA). Der Blutwert zeigt bereits deutliche Veränderungen, wenn „erst“ 40 Prozent des Nierengewebes zerstört ist. Damit kann man Niereninsuffizienz deutlich früher bei Katzen erkennen und dementsprechend handeln. Mit den richtigen Medikamenten und einer Diät kann die Krankheit extrem verlangsamt werden und Katzenbesitzer können sich einfach über viel mehr Zeit mit ihrem Liebling freuen.

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