Ich will eine Katze

Du auch? Hegst du diesen Wunsch schon seit einer halben Ewigkeit und kannst keinen anderen Gedanken mehr fassen als: „Ich will eine Katze“? Dann aufgepasst. Katze sind zwar süße Schmusetiger, aber sie kuscheln nicht 24 Stunden am Tag. Der Alltag mit einer Katze hält zahlreiche Überraschungen bereit. Damit du weißt, was dich erwartet, hier ein kleiner – nicht ganz so ernst zu nehmender – Vorbereitungskurs auf die Zeit mit einer Katze.

Ich will eine Katze
„Ich will eine Katze“ – wirklich? Dann teste dich hier!

Die folgenden Übungen sollen keinen abschrecken, der sich eine Katze wünscht. Ganz im Gegenteil: Sie sollen aufzeigen, wie unberechenbar und aufregend das Leben mit einer Katze sein kann. Nicht zu vergessen der ganze Spaß, den man mit ihr hat. Dieser Vorbereitungskurs ist also nicht todernst zu nehmen – sondern soll Spaß machen, so wie auch Katzen meinem Leben immer wieder Freude gegeben haben und es bis heute tun. Wenn du nach den folgenden Übungen – wie ich auch – noch immer sagst: Ich will eine Katze. Dann bist du bereit!

Übung 1: Das Mauzen

Als erstes besorgst du dir das Mauzen einer Katze. Frag deine Freundin oder deine Nachbarin, ob du das Mauzen ihrer Katze aufnehmen kannst. Diese wunderbare Geräuschkulisse spielst du nun in Dauerschleife eine ganze Woche lang ab. Wenn du Besuch hast oder dich mit deinem Partner unterhalten möchtest, dann stelle das Mauzen auf volle Pulle. Wiederhole diesen Vorgang täglich.

Übung 2: Der Schlaf-Rhythmus

Katzen sind Gewohnheitstiere. Sie lieben also genau das, was wir immer versuchen zu vermeiden – Alltag. Steh also 4 Wochen lang zur gleichen Zeit auf und tu so, als würdest du deiner Katze Futter geben wollen. Wenn es dir schwer fällt, dir eine Katze vorzustellen, dann stell eine Plüschkatze vor den Futternapf und lass dabei das Audiomaterial mit dem Mauzen laufen.

Um dich genauestens auf den Rhythmus der Katze vorzubereiten, solltest du während dieser Übungsphase mindestens 2 Mal pro Woche erst gegen 4 Uhr morgens ins Bett gehen. Wenn du dann nach 3-4 Stunden Schlaf deiner imaginären Katze Futter gibst, vergiss nicht zu lächeln und ihr ein paar Streicheleinheiten zu geben 🙂

Ich will eine Katze teilen
Du wirst schnell merken, du musst alles mit deiner Katze teilen

Übung 3: Alles mit der Katze teilen

Für diese Übung wartest du, bis du richtig ausgehungert bist. Dann bereitest du dir etwas Feines zu essen vor. Beispielsweise belegst du dir eine Stulle mit Wurst oder Fisch. Dann verlässt du kurz den Raum. In der Zeit soll dein Partner oder Mitbewohner den Belag deiner Stulle stibitzen und vernaschen. Du kommst wieder – siehst deine Stulle ohne Wurst, ohne Fleisch. Und jetzt kommt der anspruchsvolle Teil dieser Aufgabe: Du bist überaus entzückt und lachst voller Inbrunst.

Übung 4: Katzen überraschen gern

Katzen entdecken immer wieder neue Möglichkeiten, dich zu überraschen und dir eine Freude zu machen. Du weißt nicht was ich meine? Dann übe folgende Ereignisse:

a) Wirf eine volle Blumenvase auf deinem Tisch, der mit sämtlichen wichtigen Unterlagen belagert ist, um. Nun warte bis alle Unterlagen schön eingeweicht sind. Erst dann beginnst du mit dem Rettungsversuch deiner Papiere. Und vergiss nicht, dabei zu lächeln.

b) Du lädst ein paar Freunde zum Abendessen ein. Decke den Tisch mit einer weißen Tischdecke und deinem besten Geschirr ein. Fünf Minuten bevor deine Freunde eintreffen, verschüttest du eine Flasche Rotwein über den Tisch. Danach schmeißt du den für die Vorspeise geplanten Lachs weg. Du gerätst nicht in Panik. Du bleibst völlig gelassen und freust dich riesig auf deinen Besuch.

c) Als nächstes nimmst du dir eine Rolle Toilettenpapier, die du in tausend kleine Teile zerfetzt und in der gesamten Wohnung verteilst. In bester Laune räumst du die Schnipsel auf.
Als nächstes wirfst du sämtliche Gegenstände von allen Tischen, Arbeitsplatten, Kommoden und Schränken herunter. Wenn du alle Gegenstände wieder aufgehoben und an ihren Platz gestellt hast, wiederholst du diesen Vorgang noch drei weitere Male.

Übung 5: Katzenhaare

In dieser Übung machst du dich mit dem Fell deines neuen Mitbewohners vertraut. Besorge dir von Freunden oder aus dem Tierheim riesige Büschel an Katzenhaaren. Nun reibst du deine Couch, deinen Lieblingssessel, dein Bett, deine Klamotten und Tischdecken mit diesen Haaren ein. Dann schnappst du dir Staubsauger und Fusselrolle und entfernst diese wieder. Diesen Vorgang solltest du eine Woche lang täglich 2 Mal wiederholen.

Übung 6: Katzen wollen Aufmerksamkeit

Katzen tun gern so, als wäre es ihnen völlig egal, was du tust und wo du bist. Aber eigentlich wollen sie immer in deiner Nähe sein – am besten so nah wie möglich. Um dich darauf einzustellen, tust du Folgendes:

a) Du setzt dich an den Rechner um zu arbeiten oder im Netz zu surfen. Nun nimmst du die Plüschkatze und setzt sie direkt vor den Monitor. Versuche nun, voller Freude weiterzuarbeiten. Zur Abwechslung kannst du sie auch auf die Tastatur setzen und dabei versuchen, eine Mail zu schreiben 🙂

Ich will eine Katze Arbeit
Erschwerte Arbeitsbedingungen: Katzen vor dem Monitor, auf der Maus oder Tastatur oder sie belegen den Bürostuhl

b) Wenn du dich auf die Couch wirfst und gemütlich fernsehen möchtest, greifst du wieder zur Plüschkatze. Zu Beginn des Films stellst du sie vor den Fernseher und spielst das Mauzen ab. Nach der ersten Hälfte des Films setzt du die Plüschkatze zusammen mit einer Wärmflasche (gefüllt mit heißem Wasser) auf deinen Schoß – Aufstehen ist nun verboten. Zehn Minuten vor Ende des Films machst du den Fernseher einfach aus. Damit stellst du dich darauf ein, dass du entweder dank des Schnurrens eh vor Ende des Films eingeschlafen wärst oder dass deine Katze eine Runde auf der Fernbedienung herumstolziert ist.

c) Du möchtest mit deinem Freund/ deiner Freundin im Bett kuscheln. Wenn ihr es euch richtig gemütlich gemacht habt, nimmst du wieder die Plüschkatze und legst sie zwischen euch beide. Nun kuschelt ihr voller Freude zu dritt 🙂

d) Bitte einen Freund stundenlang zwischen deinen Beinen herumzukriechen. Er soll dir überall hin folgen (auch auf Toilette) und seinen Kopf ununterbrochen an deinen Beinen reiben. Diese Übung solltest du über 2 Wochen täglich mindestens einmal wiederholen.

Wenn du nach diesem Vorbereitungskurs deinen Humor nicht verloren hast und dein Innerstes immer noch laut ruft: Ich will eine Katze! Dann bist du soweit! Willkommen in der wunderbaren und niemals langweilig werdenden Welt der Katzen.

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