Katze beim Tierarzt – Die Erstuntersuchung

Der Tierarztbesuch wird wohl niemals zu den wirklich angenehmen Dingen im Leben einer Katze gehören. Aber zum Wohl deiner Katze sind regelmäßige Untersuchungen deiner Katze beim Tierarzt nun einmal unumgänglich. Aber wann müssen Katzenwelpen eigentlich das erste Mal zum Tierarzt? Und was passiert bei der Erstuntersuchung?

Katze beim Tierarzt Erstuntersuchung
Katze beim Tierarzt – Was wird bei der Erstuntersuchung gemacht?

Wann sollten Katzen das erste Mal zum Tierarzt?

Katzenwelpen werden in der Regel gleich nach der Geburt einer ersten Untersuchung unterzogen. Im Vordergrund dieser Untersuchung stehen zunächst die Vitalzeichen und die Erkennung von Missbildungen wie beispielsweise das Fehlen des Afters, eine Gaumenspalte oder ein Knickschwanz. Darüber hinaus werden in den ersten Lebenswochen regelmäßig Gewicht, Allgemeinbefinden, Atmung sowie Kot und Urin untersucht.

Die erste Untersuchung einer Katze beim Tierarzt erfolgt im Regelfall mit 8 Wochen. Da Katzenwelpen niemals vor der 8. Woche von der Mutter getrennt werden sollten – besser erst mit 12 Wochen – könnte es sein, dass die Erstuntersuchung schon durch den Vorbesitzer vorgenommen wurde. Das solltest du im Vorfeld unbedingt klären.

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Der richtige Zeitpunkt für die Erstuntersuchung (Foto: kiezematze)

Katze beim Tierarzt: Wie läuft die Erstuntersuchung ab?

Wenn noch keine Erstuntersuchung deiner Katze beim Tierarzt vorgenommen wurde, solltest du diese selbst in die Hand nehmen. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, machst du am besten vorher einen Termin aus.

Im Großen und Ganzen geht es bei der Untersuchung darum, den Allgemeinzustand deiner Katze zu beurteilen. Das heißt, der Tierarzt checkt den Ernährungszustand und untersucht dann Ohren, Zähne, Augen, Fell, Bauch sowie Herz- und Lungenfunktion. Aber keine Angst, das sind alles Dinge, die der Katze nicht wehtun. Zudem sind viele Tierärzte geschickt darin, ihre Utensilien wie Flohkamm, Untersuchungslampe und Stethoskop spielerisch anzuwenden, so dass die Katze gar nicht merkt, dass sie gerade einer Untersuchung unterzogen wird. Bei männlichen Katzen überprüft der Tierarzt zudem, ob beide Hoden bereits abgestiegen sind. Denn die Hoden entstehen im Bauchraum und wandern erst allmählich durch den Leistenkanal aus dem Bauch heraus in den Hodensack.

Wenn der Tierarzt keine Auffälligkeiten feststellen konnte – deine Katze also gesund ist, kann bei der Erstuntersuchung auch die erste Impfung vorgenommen werden.

Welche Impfungen sind nötig?

Das kommt ganz darauf an, ob deine Katze eine reine Wohnungskatze bleibt oder ob sie Freigang bekommt. Im Fall einer Wohnungskatze genügt es, dass die Katze beim Tierarzt gegen Katzenschnupfen (Calici- und Herpesviren) und Katzenseuche (Parvoviren) geimpft wird. Wenn deine Katze jedoch Freigang bekommt, solltest du auch auf eine Impfung gegen Tollwut und Leukose bestehen. Diese beiden Impfungen können jedoch erst ab der 12. Woche vorgenommen werden.

Nach der Erstuntersuchung solltest du nach vier Wochen einen zweiten Termin mit deiner Katze beim Tierarzt vereinbart haben. Bei dieser zweiten Untersuchung wird deine Katze zunächst noch einmal von Grund auf durchgecheckt. Ist deine Katze gesund, werden die Impfungen von der Erstuntersuchung wiederholt. Dieser Vorgang garantiert, dass deine Katze auch genügend Antikörper entwickeln kann.

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Imfpungen werden nach ein paar Wochen wiederholt – also noch einmal zum Tierarzt (Foto: kiezematze)

Parasitenprophylaxe

Ein ebenso wichtiges Thema, welches jedoch nicht zwangsläufig mit deiner Katze beim Tierarzt vorgenommen werden muss, ist die Parasitenprophylaxe. Parasiten unterscheidet man zunächst in Ektoparasiten und Endoparasiten. Zu den Ektoparasiten gehören unter anderem Flöhe, Milben und Zecken. Wenn deine Katze ein Freigänger ist, solltest du unbedingt eine Floh- und Zeckenprophylaxe vornehmen. Neben dem klassischen Flohhalsband gibt es heutzutage schon sogenannte Spot-on Präparate. Diese werden dann einfach auf dem Fell aufgetragen. Bleibt deine Katze daheim, ist diese Vorbeugung nicht nötig.

Zu den Endoparasiten zählen Bandwürmer, Rundwürmer, Giardien (Dünndarm-Parasiten) usw. Freigänger sollten am besten alle drei Monate entwurmt werden. Bei Wohnungskatzen reicht es jedoch, die Entwurmung 1-2 Mal im Jahr vorzunehmen. Auch bei den Wurmkuren gibt es sehr viele verschiedene Varianten – von Spot-on Präparaten über Spritzen bis hin zur Tablette. Hier solltest du die Variante wählen, die bei deiner Katze am besten funktioniert.

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