Schokolade ist giftig für Katzen

Ostern steht vor der Tür und damit auch die Zeit der Süßigkeiten und Schokolade. Während sich Schokolade bei uns Naschkatzen nur auf den Hüften breit macht, droht unseren Stubentigern Lebensgefahr. Denn Schokolade ist äußerst giftig für Katzen.

Schokolade ist giftig für Katzen
Schokolade ist giftig für Katzen – daher lieber selbst essen!

Warum ist Schokolade giftig für Katzen?

Dass Schokolade für Katzen (aber auch für Hunde) so gefährlich ist, liegt an dem Stoff Theobromin, der in der Kakaobohne steckt. Theobromin ist eng verwandt mit Koffein und hat auch einen ähnlichen Effekt – wirkt also anregend auf den Organismus. Bei Katzen kann Theobromin jedoch nur sehr langsam abgebaut werden, da ihnen ein bestimmtes Enzym fehlt. Aus diesem Grund wirkt Schokolade giftig für Katzen.

Am giftigsten sind Bitter- und Zartbitterschokolade, da sie den höchsten Kakaoanteil besitzen und damit auch das meiste Theobromin. Aber auch Milchschokolade kann für Katzen und Hunde gefährlich werden, da diese ca. 2,3 Milligramm Theobromin pro Gramm Schokolade enthalten. Nur weiße Schokolade ist aufgrund des fehlenden Kakaos ungefährlich.

Symptome einer Schokoladenvergiftung

Der Stoff Theobromin verursacht in der Regel einen erhöhen Blutdruck, die Verengung der Blutgefäße sowie die Beschleunigung des Pulses. Das heißt, Katzen die Schokolade gefressen haben leiden unter Zittern, Unruhe, Krämpfen, Hitze, Herzrhythmusstörungen sowie Erbrechen, Durchfall und stärkerem Durst. Meist treten die ersten Symptome nach ca. 2-4 Stunden auf.

Ob nach der Aufnahme von Schokolade tatsächlich eine Schokoladenvergiftung mit diesen Symptomen auftritt, hängt davon ab, wie viel Schokolade die Katze gefressen hat und wie ihre individuelle Verträglichkeit ist. Wenn also nur eine kleine Menge an Schokolade aufgenommen wurde, muss es sich nicht gleich um eine Vergiftung handeln. Wissenschaftler warnen aber, dass bereits 100 mg pro kg Körpergewicht tödlich für eine Katze sein kann.

Schokolade ist giftig für Katzen genascht
Schön hartnäckig bleiben – auch wenn deine Katze bettelt

Was tun, wenn die Katze Schokolade genascht hat?

In diesem Fall gibt es nur eine Antwort: Sofort zum Tierarzt. Warte bitte nicht erst ab, ob irgendwelche Symptome auftreten. Denn je schneller der Tierarzt seine Behandlung beginnen kann, umso besser stehen die Chancen für deine Katze. Zudem kann der Tierarzt am besten entscheiden, ob es sich tatsächlich um eine Schokoladenvergiftung handelt und wenn ja, wie man gegen diese vorgeht.

Wenn deine Katze Schokolade gefressen hat und ihr innerhalb von 2 Stunden beim Tierarzt seid, kann der Arzt noch Erbrechen herbeiführen und so das Theobromin aus dem Körper holen. Bei Katzen wird er dann wahrscheinlich zu einem Emetikum (Brechmittel) mit dem Wirkstoff Xylazin greifen. Wenn das Theobromin auch schon in den Darm gelangt ist, wird der Tierarzt darüber hinaus Aktivkohle einsetzen. Mit diesem Mittel werden die Giftstoffe gebunden und können schneller ausgeschieden werden. Hat deine Katze schon erste Symptome einer Schokoladenvergiftung, wird der Tierarzt auch eine Infusion anlegen.

Schokolade von Katzen fernhalten

Eigentlich muss man das jetzt nicht mehr explizit sagen, ich tue es dennoch: Verwende Schokolade niemals als Leckerlies. Wenn besondere Feiertage anstehen und du zur Schokolade greifst, machst du deiner Katze mit Katzenleckerlies aus Fleisch und Käse genauso eine Freude. Und wenn du doch unbedingt Schokolade geben möchtest, dann kannst du auch spezielle Katzenschokolade kaufen.

Versuche darauf zu achten, dass Schokolade bei dir zuhause nicht frei herumliegt. Du kannst deine Katze schließlich nicht 24 Stunden am Tag überwachen. Wenn Freunde und Familie zu Besuch kommen, solltest du sie über die Gefahr von Schokolade für deine Katze aufklären.

Das könnte dich auch interessieren:

Teebaumöl: Gift für Katzen

Jod ist giftig für Katzen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.