Vorsicht: Auch Katzen können Sonnenbrand bekommen

Zeit, mit dem Mythos aufzuräumen, dass die Sonne Tieren mit Fell nichts anhaben kann. Ja, Katzen können Sonnenbrand bekommen. An welchen Stellen, wie du sie davor schützen kannst und was zu tun ist, wenn dein Stubentiger zu viel Sonne abbekommen hat, erfährst du hier.

Katze Sonnenbrand
Risiken im Sommer: Katzen können Sonnenbrand bekommen (Quelle: Films42/ pixabay.com)

Sonnenbrand bei Katzen: Besteht das Risiko wirklich?

Wenn ich das wundervolle Sommerwetter genießen möchte, sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass ich dies nicht ohne Sonnenschutz tun und am besten auch eher schattige Plätze aufsuchen sollte. Ich bin ein heller Hauttyp und weiß einfach, dass ich besonders gefährdet bin, mir meine Haut zu verbrennen.

Ähnlich ist es auch bei Katzen. Sie sind zwar ein Stück weit durch ihr Fell geschützt, aber wie bei uns Menschen gibt es auch helle und dunkle Hauttypen bei Katzen. Das heißt, ja – Katzen können Sonnenbrand bekommen. Aber auch bei ihnen gilt, die hellhäutigen Katzen mit weißem oder hellem Fell sind besonders gefährdet. Ihrer Haut mangelt es an Farbpigmenten, die sie vor der UV-Strahlung schützen.

Gefährdete Körperstellen der Katzen

Katzen können vor allem da Sonnenbrand bekommen, wo es ihnen an schützendem Fell fehlt. Also Stellen, die nicht oder nur wenig behaart sind. Das sind vor allen Dingen die Nase und Ohren der Katzen. Eine Ausnahme bilden Nacktkatzen, die aufgrund ihres fehlenden Haarkleides (oft besitzen sie nur einen leichten Flaum) am ganzen Körper gefährdet sind.

Hinweis: Mehrfarbige Katzen sind an den Stellen mit hellem Fell empfindlicher als an den dunklen.

weiße katzen sonnenbrand
Weiße und helle Katzen sind besonders gefährdet, Sonnenbrand zu bekommen (Quelle: nadjadonauer/pixabay.com)

Wie erkennt man Sonnenbrand bei Katzen?

Im Prinzip äußert er sich wie bei uns Menschen – die betroffenen Stellen sind gerötet. Insbesondere die Nase kann verkrusten oder auch Bläschen aufweisen. Die Verbrennungen können jucken oder brennen, sodass häufiges Kratzen der Katzen mit Sonnenbrand zu beobachten sein kann.

Katzen mit Sonnenbrand richtig behandeln

Hat sich deine Katze einen Sonnenbrand zugezogen, kannst du versuchen, die betroffenen Stellen zu kühlen. Wenn das deine Katze mitmacht, lege kalte Umschläge darauf. Auch beruhigende Salben sind hilfreich. Allerdings solltest du hierzu Rücksprache mit dem Tierarzt halten. Er kann dir geeignete Salben empfehlen bzw. verschreiben. Bitte nicht eigenmächtig Cremes verwenden, die für uns Menschen gedacht sind – Katzen vertragen nicht alles.

Bei schweren Verbrennungen würde ich dir in jedem Fall raten, den Tierarzt aufzusuchen.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, dass deine Katze in den nächsten Tagen Sonne meidet – zumindest bis der Sonnenbrand verheilt ist.

Vorbeugen: Sonnenschutz für Katzen

Besser als Sonnenbrand zu behandeln, ist natürlich, Verbrennungen vorzubeugen. Wie bei uns auch kann Sonnenbrand bei Katzen das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Tierärzte bestätigen, dass die Zahl der Erkrankungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Nimm das Thema daher nicht auf die leichte Schulter!

Wenn möglich, solltest du deine Katze daran hindern, sich in der Mittagssonne aufzuhalten. So wie wir uns schützen, kannst du aber auch deine Katze schützen – nämlich mit Sonnencreme. Die trägst du dann auf die gefährdeten Stellen (Ohren, Nase, helle Hautpartien) auf. Achte jedoch darauf, dass du Sonnenmilch verwendest, die zum einen wasserfest und zum anderen frei von Zusatzstoffen und Parfümen ist. In der Regel gilt das für Baby-Sonnencreme. Alternativ kannst du auch einen Lippenpflegestift mit UV-Schutz verwenden. Aber auch da gilt, dass dieser keine Zusatzstoffe enthält.

Habt ihr noch andere Tipps gegen Sonnenbrand bei Katzen? Dann immer her damit!

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